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Frickingen

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Frickingen ist eine Gemeinde im Bodenseekreis in Baden-Württemberg.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Die Gemeinde liegt im Oberen Salemer Tal im Linzgau inmitten des Landschaftsparks Bodensee-Linzgau, etwa vier Kilometer nördlich von Salem und rund zehn Kilometer nördlich von Überlingen.

Geschichte

Archäologische Funde deuten auf eine Besiedelung des heutigen Gemeindegebiets bereits in der Steinzeit und später durch die Kelten hin. Die Ursprünge der heutigen Siedlungen liegen offenbar in alemannischer Zeit.

Der Ort Frickingen wurde 1094 in einer Schrift des Klosters Allerheiligen in Schaffhausen erstmals urkundlich erwähnt. Im 13. Jahrhundert stand hier eine Burg, die 1235 zusammen mit weiteren Besitztümern vom Hochstift Konstanz erworben wurde. Ab etwa 1300 lagen die Vogteirechte bei den Grafen von Werdenberg-Heiligenberg, von 1534 an bis zur Mediatisierung 1806 gehörte das Gebiet zum Besitz des Hauses Fürstenberg. Danach gehörte Frickingen zu Baden, das Frickingen dem badischen Bezirksamt Heiligenberg, später Überlingen zuordnete. Ab 1939 gehörte Frickingen zum Landkreis Überlingen im Landeskommissärbezirk Konstanz. Ab 1952 wurde der Landkreis Überlingen dem Regierungsbezirk Südbaden in Baden-Württemberg eingegliedert. Nach der Kreisreform am 1. Januar 1973 ging Frickingen zusammen mit den Gemeinden Altheim und Leustetten als neue Gemeinde Frickingen im neu gegründeten Bodenseekreis in Baden-Württemberg auf. Die Alt-Gemeinde Frickingen bestand aus den Dörfern Frickingen und Bruckfelden, den Zinken Golpenweiler, Birkenweiler und Rickenwiesen, den Höfen Ahäusle und Elisabethenhof (Felderhof) und den Häusern Am Sandbühl/Burgstall (Birkenweiler), Gaiswinkel und Pfaffenweiher.

Die heutige Gemeinde wurde am 1. Januar 1973 durch Vereinigung der Gemeinden Altheim, Frickingen und Leustetten neu gebildet.

Ortsteile

Neben Frickingen gehören die Teilorte Altheim und Leustetten zum Gemeindegebiet.


Bürgermeister

Der aus Frickingen stammende Joachim Böttinger[1] wurde am 8. April 1990 im zweiten Wahlgang mit 58,8 Prozent zum Bürgermeister gewählt und in den Jahren 1998 und 2006 in seinem Amt bestätigt.[2][3] Die Stelle war 1990 vakant, da sein Vorgänger Hans-Georg Bosem Stadtoberhaupt von Riedlingen wurde.[4]

  • bis 1990: Hans-Georg Bosem (CDU)
  • 1990–2014: Joachim Böttinger
  • seit 2014: Jürgen Stukle, gewählt im März 2014 im ersten Wahlgang.[5]

Verkehr

Die Gemeinde ist durch Buslinien u. a. mit Überlingen und Salem verbunden und gehört dem Bodensee-Oberschwaben Verkehrsverbund (bodo) an.

Von 1905 bis 1953 besaß Frickingen einen Anschluss an der Bodenseegürtelbahn, genannt Salemertal-Bahn. Nur der alte Bahnhof in Frickingen und die Bahnhofstraße erinnern daran.

Durch das Gemeindegebiet verläuft die fünfte Etappe des Jubiläumswegs, ein 111 Kilometer langer Wanderweg, der 1998 zum 25-jährigen Bestehen des Bodenseekreises ausgeschildert wurde. Er führt über sechs Etappen durch das Hinterland des Bodensees von Kressbronn über Neukirch, Meckenbeuren, Markdorf, Heiligenberg und Owingen nach Überlingen.


Filme

Quelle: YouTube Quelle: YouTube
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Literatur

  • Harald Derschka, Jochen Krebber, Albert Mayer: 900 Jahre Frickingen, 1094–1994. Dorfgeschichte. Herausgeber: Gemeinde Frickingen, Frickingen 1994.
  1. Sebastian Pantel: Vom Lausbub zum Stadtvater. In: Südkurier vom 29. Juli 2010
  2. Eva-Maria Bast: Der Philosoph unter den Kreisräten sammelt Glückwünsche. In: Südkurier vom 4. Dezember 2010
  3. leb: Böttinger tritt wieder an. In: Südkurier vom 19. November 2005
  4. as: Neue Leitung will wieder durchstarten. In: Südkurier vom 17. Januar 2007
  5. http://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis-oberschwaben/frickingen/Juergen-Stukle-mit-98-3-Prozent-zum-Frickinger-Buergermeister-gewaehlt;art372473,6780412

Weblinks

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Frickingen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.





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