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Siedlung Löwental

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Inhaltsverzeichnis

Friedrichshafen Siedlung Löwental

Die Siedlung Löwental ist kein eigentlicher Ortsteil, da es keine offiziellen, gelben Ortsschilder gibt. Die Siedlung Löwental liegt eingeschlossen zwischen der Äusseren Ailinger Straße und der Rotach stadtauswärts Richtung Ailingen. Oft wird die Siedlung Löwental mit Löwental gleichgesetzt. Dies ist jedoch nicht richtig.
Zu erwähnen wäre noch, dass in der Ausgabe des "Amtl. Adreßbuch der Kreisstadt Friedrichshafen 1951/52" im Teil "IV. Vororte" Löwental-Siedlung (bei der Trautenmühle) aufgeführt wird.

Lage: Geschichte, Straßen, Wege und Plätze in der Siedlung Löwental

Für den Bau der Siedlung wurden mehrere Konzepte entwickelt - schlussendlich entschied sich Prof. Wetzel von der Techn. Hochschule in Stuttgart für das Projekt von den Architekten Reinhard Knall und Hermann Rueß.

Auszüge aus der damals veröffentlichten Beschreibung des
Siedlungsprojektes:

"Es ist eines der Hauptmerkmale des zur Ausführung kommenden Projekts, dass die Siedlung selbst mit all ihren Verkehrswegen zusammen mit der nun ebenfalls in Angriff genommenen Stadtsiedlung von Prof. Schmitthenner und mit dem Zeppelindorf eine zusammenhängende Besiedlungsgruppe ergibt, die sich dem Gesamtorganismus der Stadt Friedrichshafen auf das beste einfügt. Die Aufgabe, die sich die Verfasser des Projekts hier im Besonderen gestellt hatten, und die letzten Endes auch ihrem Plan den Vorrang gab, ist in ihrer praktischen Ausführung ausgezeichnet gelungen.
Die Lage der Siedlung ist bestimmt durch die östliche Abgrenzung mit der Strasse Trautenmühle-Ailingen und durch die gegenüberliegende Begrenzung mit dem Achgebiet. Nördlich ergibt sich die Abgrenzung aus dem Wiggenhauser Wald."

Das Bild zeigt eine Bautafel am Eingang der Siedlung, Ecke Edelweißweg/Lilienstraße.

Siedlung Loewental Bautafel.jpg
Siedlung Loewental Bruecke Rotach 1962.jpg

Interessanterweise sah man als Verbindung in die Altstadt für Autos die Ailingerstraße vor, dagegen wurde für Fussgänger und Fahrradfahrer ein Grünstreifen über Schmitthennersiedlung und Riedlewald gesehen, der gleichzeitig auch die Verbindung ins Zeppelindorf (Einkaufsmöglichkeiten) darstellte. Hierfür wurde die Brücke über die Rotach gebaut, die wiederum die Achse zum Angerplatz bildete.

Das Bild zeigt die Brücke über die Rotach im Jahre 1962.

Genau geplant war auch die Gestaltung der Siedlung. Gärten und Häuser wurden bereits damals in Hinsicht auf Sonneneinstrahlung angelegt. Jede Straße zeigt ein eigenes Bild, welches aber immer durchgängig ist. Es wurde kein Siedlungsbild mit Reißbrettstraßen, sondern mit leicht gekrümmten Straßen gewählt.

Baubeginn war 1935. Man konnte zwischen zwei Häusertypen wählen. Die Grundstücke lagen in der Grössenordnung zwischen 600 und 800 qm. Die Kosten lagen bei 2 Reichsmark pro Quadratmeter und bei 10643 Reichsmark beim kleineren Typ (6,5 auf 9 Meter) und 11638 Reichsmark beim grösseren Typ (6,5 auf 10 Meter).
Im November 1935 war die erste Rate in Höhe von 150 Reichsmark fällig. Bis zum Wintereinbruch waren die Keller einschliesslich Kellerdecke erstellt. Da wie gesagt, die Infrastruktur noch fehlte wie z.B. auch die Kanalisation standen die Keller unter Wasser.
Im Februar 1936 wurde bekannt, dass die Siedlung an das Stromnetz angeschlossen wird.
Am 12. Mai 1936 wurde für den ersten Bauschnitt, der 51 Häuser umfasste, Richtfest gefeiert.



Siedlung Loewental Lageplan 1939.jpg


Die Strassen und Plätze der Siedlung Löwental aufgelistet nach den Bauabschnitten.

Der erst Bauabschnitt, gleichzusetzen mit der Gründung der Siedlung, von 1936-1938. Damals noch unter Friedrichshafen Trautemühle bekannt.

- Strassenplan Siedlung Löwental vor Krieg.jpg Plan der Siedlung Löwental mit den ursprünglichen Straßennamen. Der Plan ist mit "bei der Trautenmühle" und noch nicht mit Siedlung Löwental beschriftet.
Die Kreuze zeigen die zerstörten Häuser durch Bombenangriffe. Die verschiedenen Farben die unterschiedlichen Angriffe. Kreise zeigen Bombeneinschläge, am unteren Bildrand soll es nur aussagen, dass dort sehr viele Einschläge waren. 

 

Der nächste Bauabschnitt war 1952 mit den Wohnbauten des evangelischen Hilfswerks.


Siedlung Löwental 1955

1955 wurde die Spätheimkehrersiedlung als nächster Abschnitt gebaut. 


Erweiterungen der Siedlung durch weitere Strassen (Reihenfolge noch nicht ganz sicher)

Gastronomie

Am Anger befindet sich das Cafe Füssinger

Bewohner

Die Bewohner der Sieldung Löwental werden Siedler, aber auch Löwentaler genannt.

Einer der Bürger ist Erwin Weißhaupt.
Siegfried Rehm ein echtes Siedlerkind.

Mit zu den älteren Siedlerkindern gehören Herbert Graf und Margarete Graf.

Kirchen

In der Siedlung Löwental befinden sich die katholische Kirche Zum Guten Hirten, erbaut 1960, und die evangelische Erlöserkirche, erbaut in den Jahren 1957/58. Beide Kirchen stehen seit 2007 unter Denkmalschutz. Architekt der Erlöserkirche war Prof. W. Tiedje aus Stuttgart. Wilfried Beck-Erlang war der Architekt der Kirche Zum Guten Hirten.

Die Einweihung der Erlöserkirche war am 01.06.1958. Bereits 1952 gab es ein evangelisches Gemeindehaus mit Kindergarten.

Das Richtfest der Kirche Zum Guten Hirten war am 25.11.1961, die Weihe erfolgte am 12./13.05.1962 durch Bischof C.J. Leiprecht. Bei der Kirche befindet sich der Naturkindergarten, welcher am 29.09.1966 eröffnet wurde. Zuvor war der kath. KindergartenSt. Raphael ab 1949 zwischen der Rotach und den Gleisen der Teuringer Talbahn beheimatet. 1980 wurde das kath. Gemeindehaus in der Kornblumenstraße errichtet.

Zu erwähnen ist noch, dass 1972 ein Sportflugzeug auf das Dach der Kirche zum Guten Hirten stürzte.

Vereine

Folgende Vereine stammen aus der Siedlung Löwental:

Gewerbebetriebe

Literatur

  • Amtliches Adreßbuch der Kreisstadt Friedrichshafen 1951/52

Quellen

Verweise





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