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Friedrichshafen Löwental

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Inhaltsverzeichnis

Friedrichshafen Löwental

Löwental ist ein Ortsteil von Friedrichshafen am Bodensee.

Lage: Straßen, Wege und Plätze in Löwental

Gastronomie und Hotels

Bewohner

Die Bewohner von Löwental werden Löwentaler genannt.

Vereine

Folgende Vereine stammen aus Löwental:

Historische Ereignisse

  • Löwental, dessen früherer Name Eichstegen war, war Stammsitz eines welfischen Ministerialengeschlechts, das umfangreichen Besitz hatte und zu Reichsministerialien aufstieg. Burg Eichstegen, zuletzt Löwenthal genannt, war die Stammburg eines zu seiner Zeit sehr berühmten und angesehenen adeligen Geschlechts, der Ritter von Eichstegen. Zu den Besitzungen des Geschlechts gehörte nicht nur die Burg oder Herrschaft Eichstegen, sondern auch die Burg und Herrschaft Baumgarten mit dem ganzen großen Seewald und mehrere andere Güter, z. B. Eschach, im Oberamt Ravensburg, Manzell etc. Unter seinen Zeitgenossen ragte vornämlich Dieto von Eichstegen hervor. Er war sehr wohl gelitten an dem Kaiserlichen Hofe, besonders auch an dem Hof Friedrichs I., und erscheint daher auch gar häufig in den Kaiserlichen Urkunden.
  • 1250 übergab Johann von Eichstegen seine Burg Eichstegen-Löwental mit den Ländereien den Dominikanern in Konstanz, damit diese ein Kloster gründen konnten.
  • Das Kloster Löwental wurde im 13. und 14. Jahrhundert erweitert und lag mit der Stadt Buchhorn mehrmals im Streit.
  • 1415 wurde es unter die kaiserliche Schirmherrschaft gestellt.
  • Ende des 15. Jahrhunderts gehörte es zur Landvogtei Schwaben.
  • Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Kloster Löwental zerstört.
  • 1657-87 wird das Kloster Löwental wieder aufgebaut.
  • 1806 wurde das Kloster Löwental säkularisiert.
  • 1812 wird die Pfarrei aufgehoben.
  • Die Güter des Kloster Löwental gingen 1838 an die württembergische Hofkammer.
  • 1838 Johann Daniel Georg von Memminger: Gemeinde Berg - Löwenthal, in: Beschreibung des Oberamts Tettnang. Cotta, Stuttgart und Tübingen, S.129-132:
    • "Löwenthal, katholischer Weiler, in der Ebene an der Ach, über die hier eine Brücke führt, mit 64 Einwohnern, Filial von Friedrichshafen. An den Zehntrechten hat neben der Königl. Hofkammer, das Großherzogthum Baden, von Mainau her, Theil. Der Ort war ehemals ein Kloster, und zwar ein Dominikaner-Frauenkloster, und hat auch jetzt noch ein klösterliches Aussehen. In dem ehemaligen Gasthause, das von der Zeit, da Löwenthal eine Garnison hatte, auch Offiziers-Gebäude genannt wird, ist jetzt eine Bandfabrik (von Kutter in Ravensburg) eingerichtet, die seidene und wollene Litzen verfertigt, aber schwach betrieben wird. Außerdem hat der Ort 1 Mahlmühle, 1 Ölmühle und 1 Sägemühle. Die Mühlen, so wie sämmtliche übrige Gebäude, sind bürgerliches Privat-Eigenthum, die ganze Ortsmarkung aber ist, mit Ausnahme einiger Morgen Gärten etc., Eigenthum der Königl. Hofkammer; der Flächenraum desselben beträgt 4386/8 Morgen. Früher war Löwenthal auch Pfarrsitz und die Klosterkirche war zugleich Pfarrkirche, im Jahr 1812 aber wurde die Pfarrei aufgehoben. An der Stelle des Klosters stand einst die Burg Aistegen, zuletzt Löwenthal genannt. Sie war die Stammburg eines zu seiner Zeit sehr berühmten und angesehenen adeligen Geschlechts, der Ritter von Aistegen. Zu den Besitzungen des Geschlechts gehörte nicht nur die Burg oder Herrschaft Aistegen, sondern auch die Burg und Herrschaft Baumgarten mit dem ganzen großen Seewald, der noch jetzt an 2000 Morgen mißt, siehe S. 57, und mehrere andere Güter, z. B. Eschach, im Oberamt Ravensburg, Manzell etc. Unter seinen Zeitgenossen ragte vornämlich Dieto von Aistegen hervor. Er war sehr wohl gelitten an dem Kaiserlichen Hofe, besonders auch an dem Hof Friedrichs I., und erscheint daher auch gar häufig in den Kaiserlichen Urkunden. Im Jahr 1153 heirathete er sogar die abgeschiedene Gattin des Kaisers Friedrich, Adelheid, geborne Markgräfin von Vohburg.[1] Dieto war Kaiserlicher Ministerial, und bekleidete, wie schon bei Ravensburg berichtet ist, als solcher auch das Amt eines Kaiserlichen Ministers oder Ammans in Ravensburg. Er nannte sich daher auch manchmal Dieto von Ravensburg. Die Söhne, wenn nicht Enkel, Dieto’s, Friedrich, Heinrich und Johannes, verwandelten den Namen Aistegen in den von Löwenthal, sie theilten aber das väterliche Erbe, und es wird daher auch der Bruder Heinrich in einer Urkunde vom Jahr 1246, wodurch Johannes dominus de Löwenthal das Gut Eschach verkauft, Hainricus de Bongarten genannt, wogegen er später, wie sein Vater oder Großvater, Heinrich von Ravensburg genannt wird, siehe Manzell. Noch zu Lebzeiten des Vaters Dieto, zwischen 1196 und 1202, hatte sich eine Sammlung von Schwestern bei dem Schlosse gebildet. Im Jahr 1250, nachdem das Gebäude, worin die Schwestern wohnten, abgebrannt war, überließ ihnen Johann von Löwenthal, der letzte seines Geschlechts, mit seiner Gattin Tuta das Schloß nebst einigen Gütern und ließ das neue Kloster von dem Papst Innocenz IV. 1254 in den Dominikaner-Orden aufnehmen. Kinderlos und des Lebens müde begab sich Johann in das Dominikaner-Kloster zu Constanz und Tuta wurde die erste Priorin des Klosters Löwenthal, dem der Name „Himmelswonne“ beigelegt wurde. S. Ober-Baumgarten. Gottfried und Rudolph von Habsburg schenkten dem Kloster durch Urkunde vom 10. Juli 1260 den bedeutenden Kirchensatz zu Ailingen. Kaiser Rudolph I. und seine Nachfolger nahmen das Kloster in ihren Schutz. Durch den dreißigjährigen Krieg tief herabgekommen und 1635 von den Schweden in einen Aschenhaufen verwandelt, war das Kloster seiner Auflösung nahe; die Klosterfrauen wollten Löwenthal ganz verlassen und baten um Versetzung nach Mariaberg, bei Gamertingen. Allein es wurde dieser Bitte nicht entsprochen, dagegen wurde die sogenannte „weiße Sammlung“ der Klosterfrauen zu Buchhorn, mittelst Vertrags vom 20. September 1640 mit der Stadt Buchhorn, mit Löwenthal vereinigt und dem Kloster wieder aufgeholfen, so, daß es sich am Ende im Besitze von 28 Höfen und 14 Sölden und eines bedeutenden Meiereiguts befand, wozu die ganze Ortsmarkung nebst Theilen der anstoßenden Markungen Allmannsweiler und St. Georgen gehörten. Das jährliche Einkommen des Klosters wurde 1806 auf 18.692 fl. berechnet. Es stand übrigens mit seinen Besitzungen unter der Landeshoheit der östreichischen Landvogtei. Mit letzterer kam es auch 1806 an die Krone Würtemberg und wurde von dieser noch in demselben Jahr aufgehoben; die Priorin nebst 22 Klosterfrauen und Schwestern, die sich darin befanden, wurden pensionirt; Güter und Gebäude wurden verpachtet, die letztern aber 1814 zu einer Kaserne verwendet, bis diese Bestimmung im Jahr 1816 wieder aufgegeben wurde. Im Jahr 1819 wurden die Mühlen, 1825 und 1826 vollends sämmtliche andere Gebäude mit einigen Güterstücken an Bürger der Umgegend verkauft. Kloster (Convent) und Kirche wurden hierauf von den Käufern abgebrochen; die Feldgüter blieben verpachtet, bis sie, wie schon berichtet worden, 1838 von der Königl. Finanzkammer an die Königl. Hofkammer übergingen.“
  • 1840er Jahre - Versuch der Eingemeindung der Gemeinde in die Stadt Friedrichshafen wird abgelehnt (Quelle: Die Situation im 19. Jahrhundert)
  • 1906 haben die Bürger in einer Versammlung dem Eingemeindungsvorhaben in die Stadt Friedrichshafen zugestimmt.
  • 1909 Endgültige Einigung der Gemeindekollegien über den Eingemeindungsvertrag: St. Georgen und Löwental sowie ein Teil der Markung Trautenmühle gehörten nun zu Friedrichshafen. Als Ausgleich dafür, dass der Gemeinde Schnetzenhausen nun Steuerzahler wegfielen, zahlte Friedrichshafen eine Summe von 23.000 Mark an die Gemeinde.
  • 1910 Eingemeindungen werden von der Regierung genehmigt.

Literatur

Quellen und Verweise





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