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Lipbach

Aus Bürgerwiki Bodensee

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Der Lipbach ist ein rund 7¼ km, zusammen mit seinem bedeutenderen rechten Oberlauf Eschenbach 11¾ km langer Bach, der bei Immenstaad im Bodenseekreis in Baden-Württemberg von Norden in den Bodensee mündet. Es fließt durch den Ort Lipbach

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Verlauf

Der Lipbach entsteht 1½ Kilometer südsüdwestlich der Markdorfer Stadtmitte am Stüblehof durch den Zusammenfluss des 4,5 km langen rechten Espengrabens und des 0,7 km langen linken Ochsenbachs. Schon nach einem guten Kilometer Ostlauf fließt er recht beständig in südlicher Richtung dem Bodensee zu. Er zieht dabei zunächst östlich am Friedrichshafener Ortsteil Lipbach vorbei, quert zwischen Höge und Ziegelei die L 207, zwischen dem Friedrichshafener Stadtteil Fischbach und Immenstaad am Bodensee – hier war er ehedem Grenze zwischen Württemberg und Baden – die B 31 und mündet zwischen einer Gewerbezone von Immenstaad im Westen und dem zur Stadt Friedrichshafen gehörenden Grenzhof im Osten in den Bodensee.

Einzugsgebiet

Der Lipbach entwässert 21⅓ km² südlich zum Bodensee. Sein Einzugsgebiet erstreckt sich vom Gehrenberg im Norden, wo der höchste Punkt an der Wasserscheide rund Vorlage:Höhe erreicht, als ungefähres, etwa 8 km langes und im Bereich der Quellflüsse im Norden nicht ganz 3½ km breites Rechteck nach Süden bis zur Mündung am See.

Im Südwesten läuft jenseits der kaum merklichen Wasserscheide der kleinere Kniebach in dieselbe Richtung. Von Nordwesten über Norden bis Nordwesten liegt Einzugsgebiet der bedeutend größeren Linzer Aach an, auf einem kurzen Teilstück dieses Abschnitts jenseits des Gehrenbergs, an dem die Wasserscheide stark ausgeprägt ist, spezieller das der dieser zufließenden Deggenhauser Aach. An dieser Erhebung entsteht auch die Brunnisach, etwa so lange wie der Lipbach mit seinem größeren Oberlauf zusammen, die dann im Osten von hier bis zum See im Süden ungefähr parallel konkurriert, meist jenseits einer kaum merklichen Wasserscheide. Sie verläuft zwischen einem halben und zwei Kilometern vom Lipbach-Laufs entfernt, weswegen der Lipbach von dieser Seite kaum Zufluss erfährt und sein Einzugsgebiet ab dem Flussursprung stark rechtslastig ist.

Zuflüsse

Wo nichts anderes vermerkt, Gewässerlängen nach Datensatzeinträgen auf der LUBW-FG10 (Längen- und Stationierungsfelder), Einzugsgebiete nach LUBW-GEZG, Seeflächen nach LUBW-SG10, Höhen geschätzt nach dem Höhenlinienbild der Hintergrundkarte des Geodatenviewers.
  • Rechter Quellbach Espengraben, 4,497 km.
  • Linker Quellbach Ochsenbach, 0,736 km.

Zusammenfluss zum Lipbach am Markdorfer Stüblehof auf etwa Vorlage:Höhe

  • Quellgraben, von links an der Südkehre des Bachs südsüdwestlich vom Markdorf auf Vorlage:Höhe[1], 1,171 km.
  • Zollbach, von rechts zwischen Lipbach und Kluftern auf unter Vorlage:Höhe, 3,699 km und 4,023 km².
  • Zulauf aus dem Baindter, von rechts nahe einer Ziegelei bei der Lipbachsenke auf unter Vorlage:Höhe, 2,007 km. Im Mündungskeil viele ehemalige Lehmgruben im Naturschutzgebiet, die heute Seen sind und zusammen eine Fläche von über 4 ha bedecken.
  • Zulauf vom südlichen Klötzenen, von rechts einen halben Kilometer nördlich der Kläranlage an der B 31 auf unter Vorlage:Höhe, 1,356 km.

Die Mündung des Lipbachs liegt zwischen einer Gewerbezone von Immenstaad im Westen und dem noch zur Stadt Friedrichshafen gehörenden Grenzhof im Osten auf etwa Vorlage:Höhe[2] in den Bodensee, 7,201 km und 21,308 km².

Orte am Lauf

nur Siedlungen jeweils tiefster Einrückung liegen am Gewässer

Geologie

Den größten Teil des Einzugsgebiets bedeckt quartäres Würm-Moränensediment. Im Norden am Gehrenberg liegt Obere Süßwassermolasse aus dem Tertiär.[3] Der Lipbach durchläuft in dieser eiszeitlich geformten Landschaft das kleine Urstromtal der Fischbacher Senke. In den Tongruben der ehemaligen Ziegelei an der Lipbachsenke wurden würmeiszeitliche Bändertone abgebaut.[4]

Schutzgebiete

Auf seinem Lauf durchquert der Lipbach vor dem Zulauf des Zollbachs das 40,7 ha große NaturschutzgebietLipbachsenke“, in dem die erwähnten Lehmgrubenseen liegen, dem sich westlich und östlich das gleichnamige, weitere 43,8 ha große Landschaftsschutzgebiet anschließt. Es ist eine Landschaft aus Ufer- und auenwaldartigen Gehölzen, durchbrochen von extensiv genutzten Wiesen und mit Nutzwaldanteilen.[4]

An der Bachmündung in den Bodensee wurde 1982 das Naturschutzgebiet „Lipbachmündung“ ausgewiesen.

Einzelnachweise

  1. Höhenangabe in Schwarz an der Mündung auf der Hintergrundkarte des Geodatenviewers.
  2. Referenz-Fehler: Ungültiger <ref>-Tag; es wurde kein Text für das Ref mit dem Namen LUBW-BS angegeben.
  3. Nach LGRB-GÜK300.
  4. 4,0 4,1 Würdigung des Naturschutzgebietes Lipbachsenke bei der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW).

Literatur

  • „TK50“: Topographische Karte 1:50.000 Baden-Württemberg, Blatt L 8322 Friedrichshafen

Weblinks

Vorlage:GeoQuelle, insbesondere mit den Teilkarten/Layers

  • der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW)
    • „LUBW-FG10“: Fließgewässer 1:10.000
    • „LUBW-SG10“: Stehende Gewässer 1:10.000
    • „LUBW-GEZG“: Gewässereinzugsgebiete
    • „LUBW-SCHUTZ“: Verschiedene Karten zu den einzelnen Naturschutzkategorien
  • des Landesamtes für Geologie, Rohstoffe und Bergbau des Landes Baden-Württemberg (LGRB)
    • „LGRB-GÜK300“: Geologische Übersichtskarte 1:300.000

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Lipbach_(Bodensee) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.





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