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Schloss Efrizweiler

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Der alte Teil des Schlosses mit einem rechteckigen Turm aus Findlingssteinen, einer 1,8 m dicken Grundmauer und einem großen Gewölbekeller ist wahrscheinlich im 10. Jahrhundert erbaut worden. Der Weiler mit seinem Schloss wird erstmals im Jahr 1166 n. Chr. urkundlich erwähnt. Ritter Efrid gibt ihm um 1277 seinen Namen. Später wird daraus Efrizweiler. Aus dieser Zeit stammt der erste rechteckige Wohnturm aus Findlingen mit seinen mächtigen Mauern. Zum Schloss gehörten eine Scheune, Stallungen, ein Torkelgebäude, ein Back- und Waschhaus, Rebgärten, Ackerland, Wiesen und umfangreiche Waldungen.

Im Laufe der Jahrhunderte hatte das Schloss viele Besitzer, u.a. die Freiherren von Ratzenried (1609-1672) und die Fürstenberger. Einer der bedeutendsten war Freiherr von Ratzenried, der sich mitten im Dreißigjährigen Krieg erfolgreich für den Bau der Kirche in Kluftern einsetzte und Kluftern mit Efrizweiler 1626 zu einer eigenen Pfarrei vereinte. Er selbst verlor jedoch durch den Krieg seine Stammburg im Allgäu und starb völlig verarmt noch in der Kriegszeit. Mit dem Um- und Ausbau durch die Fürstlich Fürstenbergische Grafschaft Heiligenberg im 19. Jahrhundert begann im Schloss ein regelmäßiger Gaststätten-Betrieb, der bis heute anhält.

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Efrizweiler Schloss mit Kapelle

Mit dem Neubau durch die Fürstlich Fürstenbergische Grafschaft Heiligenberg begann ein regelmäßiger Gaststättenbetrieb. Das Schloss, das sich in Privatbesitz befindet, wurde ab 1985 modernisiert. Das Schloss in Efrizweiler beherbergt heute eine Gaststätte mit modernen Gästezimmern. Im Gastraum kann man noch die alten, 1,80 Meter dicken Mauern bewundern. Die großen Gewölbekeller dienen heute als Veranstaltungsräume. Früher war hier der Weinkeller, später, um 1900 herum, der Braukeller für das Bier untergebracht. Hinter dem Schloss wurde im Winter in Eisweihern Eis geschnitten und im Keller eingelagert. Im Zweiten Weltkrieg dienten die Gewölbekeller der Bevölkerung als Luftschutzkeller.

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Fachwerkhaus in Efrizweiler, im Hintergrund das Schloss

Literatur

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Quellen und Verweise





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