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Paul Bonatz

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Der Architekt Paul Bonatz wurde am 6. Dezember 1877 in Solgne bei Metz (Lothringen) geboren und starb am 20. Dezember 1956 in Stuttgart.

Abitur in Hagenau. Bonatz studierte in München und Berlin Architektur. Er begann 1902 an der Technischen Hochschule Stuttgart als Assistent Theodor Fischers, dessen Nachfolger als ordentlicher Professor er im Jahre 1908 für die Zeit bis 1943 wurde. Zusammen mit Paul Schmitthenner, Wilhelm Tiedje, Heinz Wetzel, Martin Elsaesser und Hugo Keuerleber bildete er dien Kern der "Stuttgarter Schule" des Bauens. Ihre Kritik an dem Architekturkonzept des Bauhauses, wurde 1926 in der Weißenhofsiedlung in Stuttgart deutlich.

Bonatz' berühmtestes Bauwerk ist der Stuttgarter Hauptbahnhof (1914 bis 1927).

Zwischen den Kriegen entstanden aus seiner Hand Villen, Arbeitersiedlungen, Industrie- und Monumentalbauten. Gebaut hat er auch das Wohnhaus Ferdinand Porsches in Stuttgart, in dessen Garage der Volkswagen-Prototyp zusammengeschraubt wurde. Von 1935 bis 1940 wirkte Bonatz auch als architektonischer Berater Fritz Todts beim Bau von Autobahn-Brücken mit. Von 1943 bis 1953 lebte Bonatz als Berater und Professor in Ankara und Istanbul. Bekannt sein dortiger Ausstellungsbau. Im Juli 1953 ließ er sich wieder in Stuttgart nieder, wo er am 20. Dezember 1956 im Alter von 79 Jahren starb.

Inhaltsverzeichnis

Bauwerke (Auswahl)

  • Bonatzbau der Universitätsbibliothek Tübingen, 1910–1912
  • Stadthalle Hannover, 1911–1914
  • Stuttgarter Hauptbahnhof, 1913–1927 (teilweiser Abriss ab 2010)
  • Neckarstaustufen in Heilbronn, 1929, und flussabwärts in der Region
  • Lahntalbrücke bei Limburg, 1939
  • Turn- und Festhalle in Feuerbach, 1910–1912
  • Leibniz-Gymnasium in Feuerbach, 1910-1914
  • sein eigenes Wohnhaus in Stuttgart, 1911–1912
  • Landtag und Staatsministerium (später Regierungspräsidium) in Oldenburg, 1912–1914
  • Siedlung Zeppelindorf in Friedrichshafen
  • Wohnhaus Ferdinand Porsche in Stuttgart, 1923–1924
  • Talstation der Standseilbahn zum Waldfriedhof in Stuttgart-Süd, 1928–1929
  • Schwimmstadion Inselbad in Stuttgart-Untertürkheim, 1927–1929
  • Büro- und Geschäftshaus „Zeppelinbau“ in Stuttgart, 1929–1931
  • Mercedes-Benz Arena in Stuttgart, 1933
  • Opernhaus in Ankara, 1947–1948 (Umbau)
  • Rosenbergbrücke in Heilbronn, 1950
  • Wiederaufbau des Kunstgebäudes am Schlossplatz in Stuttgart, 1956–1961

Literatur

  • Paul Bonatz: Leben und Bauen. Engelhornverlag Adolf Spemann, Stuttgart, 1950.
  • Fernanda de Maio: wasser_werke. Paul Bonatz: Die Neckarstaustufen. Merz + Solitude, 2. Aufl. - 2001. 124 S. ISBN 3929085534 (Sprache: Deutsch, Italienisch)
  • DAM (Hrsg.): Paul Bonatz: Leben und Bauen zwischen Neckar und Bosporus. Katalog zur A. 22. Januar bis 20. März im Deutschen Architekturmuseum, Frankfurt.
  • Helmut Gebhard über Paul Bonatz. In: Winfried Nerdinger: Süddeutsche Bautradition im 20. Jahrhundert. Architekten der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Georg D. W. Callwey, München, 1985. ISBN 3-7667-0771-X, S. 119–123.
  • Gerd Kaldewei (Hrsg.): Paul Bonatz (1877–1956). Bauten und Projekte im Norden. (= Schriften der Museen der Stadt Delmenhorst, Reihe Stadtmuseum, 7.) Aschenbeck & Holstein, Delmenhorst, 2005. ISBN 3-932292-92-8
  • Matthias Roser: Paul Bonatz. Wohnhäuser. Hatje, Stuttgart 1992, ISBN 3-77570305-5.
  • Matthias Roser: Der Stuttgarter Hauptbahnhof. Ein vergessenes Meisterwerk der Architektur. Silberburg Verlag, Stuttgart, 1987. ISBN 3-925344-13-6
  • Matthias Roser: Der Stuttgarter Hauptbahnhof. Vom Kulturdenkmal zum Abrisskandidaten? Schmetterling Verlag, Stuttgart, 2008. ISBN 3-89657-133-8
  • Ralf Werner Wildermuth: Der Bonatzbau der Universitätsbibliothek Tübingen. Funktionelle Bibliotheksarchitektur am Anfang des 20. Jahrhunderts. Mohr, Tübingen, 1985. ISBN 3-16-444977-1

Ausstellung

  • Im Frankfurter Architekturmuseum [Deutsche Architekturmuseum, dam] und in der Kunsthalle Tübingen war 2011 die Ausstellung "Leben und Bauen zwischen Neckar und Bosporus" zu sehen. (Rezension d. Ausstellung) in Die Welt und von Karin Schulze: (Der Stuttgarter Bahnhofsbaumeister) im Spiegel vom Jan. 2011)

Weblinks

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