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Maximilianstraße Lindau

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Die Maximilianstraße in Lindau (Bayern) ist die in Ost-West-Richtung verlaufende Fußgängerzone/Hauptstraße in der Lindauer Altstadt auf der namensgebenden Insel Lindau im östlichen Teil des Bodensees. Sie liegt zwischen dem ehemaligen Klostergebiet (um den heutigen Stifts- und den Marktplatz) und dem Hafen (und in der Neuzeit dem Hauptbahnhof und der Hauptpost). Schon dass sie nicht den Marktplatz berührt ist bemerkenswert.

In ihrer Mitte ist auf dem zentralen Platz (ehemals hieß der insgesamt Reichsplatz, denn Lindau war bis 1800 eine Reichsstadt) ein repräsentatives bürgerliches Rat- und Geschäftshaus errichtet worden. Es ist mit seiner Prachtfassade nach Süden zum Hafen ausgerichtet. Die Bebauung ist erst später an das Rathaus herangerückt. In seinem untersten Geschoss die Markthalle; oben der Ratssaal. Die Straße ist zentrale Achse der insgesamt als Denkmal geschützten Altstadt. Ihr Grundriss aus dem Mittelalter ist weitgehend erhalten geblieben. Viele Häuser stehen noch in der ursprünglichen Maßstäblichkeit – auch in der Höhenentwicklung.

Wahrscheinlich durch die ehemalige Trennung des Inselgebiets in einen Klosterbezirk und ein weltliches Dorf, hat die heutige Hauptstraße keine geradlinige Fortführung zur Hauptverkehrsachse zum/vom Festland. Die Maximilianstraße ist eher Beispiel einer in sich geschlossenen Promenade innerhalb der bürgerlichen Stadt als eine zentrale Durchgangsstraße. Auch das ist beachtlich bei einer so wichtigen Stadt an der Nord-Süd-Handelsroute via Rheintal über die Alpen.

Datei:GasseLindau1.JPG
Ludwigstraße und Südfassade des Rathauses

Parallel zu ihr verlaufen im Süden die Ludwigstraße und nördlich die Grub. Beiden Straßen sieht man an ihrem gekurvten Verlauf noch die Entstehung innerhalb einer mittelalterlichen Befestigung der Inselstadt an. In beiden finden sich ebenfalls viele Gebäude, die seit dem 15. und 16. Jahrhundert entstanden sind. Und im Unterschied zur Maximilianstraße: sie führen weit im Osten vor der Seebrücke auf der Hauptachse zum Festland wieder zusammen.

Auch wenn das die heutigen Namen nicht widergeben, dürfte der alte Straßenzug der Hauptstraße vom Festland her also folgender gewesen sein: Seebrücke, Schmiedgasse, Cramergasse hin zur Maximilianstraße. Vor der Cramergasse gibt es auf alten Plänen noch eine deutliche Trennung zwischen Stiftsplatz und einem davor liegenden Baumgarten. Von ihr geht nach Norden die Grub ab. Erst jenseits vom Baumgarten lief die Landstraße (im doppelten Sinne von Straße zum Land und weltlich) am Spital und der Stephanskirche entlang hin zur Stadt.


Der Bodenbelag: die eigentliche Fahrstraße ist gepflastert (allerdings nicht mehr mit dem regionseigenen Rhein-/Bodenseekiesel). Vor den nördlichen Häuserfronten sind im östlichen Straßen-/Platzanteil Gehwege durch zwei niedrige Stufen abgegrenzt. Das nimmt die ältere Pflasterung, sichtbar auf Fotos um 1900 und 1920, mit beidseitigen Gehwegen auf.

Die mittelalterliche Maximilianstraße endete eigentlich bei Haus Nr. 29 bzw. Nr. 46 an der Kreuzung mit dem Inselgraben. Denn dabei handelte es sich um den Graben außerhalb der Stadtmauer. In der Neuzeit schließen sich noch zwei später zugewonnene Straßenblöcke an, die zeitentsprechend nicht mehr in den mittelalterlichen Formen bebaut wurden; am auffälligsten dabei vielleicht die Hauptpost mit einer prachtvollen Fassade hin zum neuen Bahnhofplatz. Sie ist in ihrem Gepränge eindeutig nicht mehr auf die Maximilianstraße ausgerichtet, sondern erzielt ihr Hautpwirkung für Passanten, die die Insel vom 1913 bis 1921 erweiterten Bahnhof her betreten.

Ihre Länge beträgt 230 Meter, die Breite im Mittel 15 Meter und an der breitesten Stelle bei Haus Nr. 5 zwanzig Meter.[1]

Inhaltsverzeichnis

Geschichte, Namensgebung

Die Maximilianstraße hieß lange einfach Hauptstraße. Davor ist noch eine dreifache Unterteilung nach dem Haupterwerbszweck der Zünfte/Händlerfamilien überliefert. Beim Sünfzen hieß sie einfach: Alter Markt. Im mittleren Teil hieß sie Brodplatz und nach Westen die Mezg (also nach der Wurst- und Fleischherstellung). Diese Namen sind zum Teil bei Haus- oder Gassennamen noch erhalten.

Um 1815, also nur neun Jahre nach der "Eingemeindung" Lindaus nach Bayern wurde sie erstmals zur Maximilianstraße (nach Max I., dem ersten bayerischen König. Eine Folge des Reichsdeputationshauptschlusses, vgl. Geschichte Lindaus). 1936 wurde sie wieder in Hauptstraße umbenannt. Nach der Besetzung durch die frz. Militärregierung wurde die zwischenzeitliche Umbenennung nach dem NS-Diktator Hitler selbstverständlich rückgängig gemacht. Und in den 1980er Jahren wurde sie wieder zur Maximilianstraße.

Datei:Lindau Insel.jpg
Blick in die Fußgängerzone

Sie ist seit 1973 eine Fußgängerzone. Dies hat sich seither auch deutlich in der Umgestaltung weiterer "Schaufenster" in den Erdgeschossen bemerkbar gemacht.

Das Nummerierungssystem änderte sich im Laufe der Zeit. Es gab eine durchgehende Nummerierung aller Häuser auf der Insel (vgl. rechts die Karte von 1822, ca. 500 Nummern), eine Vierteilung der Nummerierung der Häuser und die neuere straßenweise Nummerierung, bei der an den Straßenmündungen die anstoßenden Häuser immer zur Nummerierung der Seitenstraße (also 1 oder 2 der XYZ-Gasse) gezählt werden. Diese Häuser werden hier selbstverständlich als Anlieger der Maximilianstraße berücksichtigt.

Die Häuser am östlichen Platzanfang

Die Nummerierung der Häuser, die den Platz östlich begrenzen, zählt bei den t-Balken-förmig zuführenden Seitengassen, der Cramer- und Bindergasse mit.

Cramergasse 9
Anlage (um 1600) wird Esaias Gruber zugeschrieben (nach Stadtbrand 1728 wurde es erneuert). Gemauert mit 5 Fensterachsen in den beiden Obergeschossen. Erdgeschoss mit zwei Bögen (Läden) und zentraler Tür.[2]
Cramergasse 11 - Hirsch-Apotheke
Vollständig gemauert mit 3 Achsen. Zentraler Erker im 1. OG. Giebel im 4. OG mit großer Aufzugsöffnung zum senkrecht zur Straße stehenden Satteldach.[3]
Cramergasse 13 - Haus Hans Erath
mit einem Familienwappen der Eraths und der Beschriftung "seit 1946". Unter dem Dachgiebel des Satteldachs mit Altane läuft ein Wappenband mit Angaben zu Vorbesitzern. 3. OG vorkragend. Große Aufzugsgaube.[4]
Cramergasse 15 - 17
viergeschossige Bauten, Nr. 19 dreigeschossig mit großer Aufzugsgaube.

Es folgen Haus Bindergasse 1- Zum Krebs mit gestaffeltem Zwerchgiebel und Nr. 3: viergeschossige Bauten

Häuser auf der Südseite

Die 25 Häuser / Anlieger mit ungeraden Hausnummern liegen auf der Südseite der Maximilianstraße (M.Str.), also auf der Seite zum Hafen.

  • Abzweig der Bindergasse. In sie führen vom Stiftsplatz verschiedene Gänge auf der Achse der Maximilianstraße. Davon ist eine Passage tagsüber für Passanten geöffnet.
(ihrer entspricht auf der gegenüberliegenden Straßen-/Platzseite die Lage der Cramergasse)
Bindergasse 2
Wäsche & Mehr; Massivbau mit Laubengang, abgewalmtes Pultdach mit zur M.Str. vorgesetztem Giebel im 4. Obergeschoss (ehemals Zugang zum Lagerraum des Dachs?).
1 - Zum Sünfzen
Gasthaus mit vierbogigem Laubengang aus ehemals zwei Gebäuden. Drei Vollgeschosse darüber ein Kniestock und Pultdach mit zwei kleinen Gauben. Erste Erwähnung 1358. Bis 1815 Gemeinschaftshaus der Fernkaufleute (der sog. Lindauer Geschlechter; als Pendant zu den Handwerkerzünften). Jetziger Zustand nach Renovierung im Jahr 1901. Davor steht ein mit Gitter geschützter Tiefbrunnen[5]
3
Hinter der Linie des Laubengangs zurückgesetzter Massivbau. 3. Obergeschoss und Pultdach nicht aus der Bauzeit im 16. o. 17. Jahrhundert.[6]
5 - Engel-Apotheke
die Hausnummer ist sozusagen 3 mal vergeben: Kernbau ist die Engel-Apotheke. Zentraler Erker vom 1. Obergeschoss bis hoch auf den turmartigen Abschluss auf Dachstockhöhe. Turm und Fassade stammen von 1894. Im zweiten Haus (sozusagen 5A) ist in der Mitte noch der inzwischen verschlossene Durchgang zum Sattlergängle erkennbar. Auf der Gebäuderückseite setzt sich das Sattlergängle bis zur Ludwigstraße und darüber hinaus als Mautgässle fort.[7]
Salzgasse 1 - Zum Ofenhaus
Fassadenanschrift Max Weindl. Ebenfalls aus ehemals mindestens zwei Gebäuden. Gut erkennbar an den unterschiedlich gekoppelten Mehrfachfenstern. Zur Salzgasse hin ist die gemauerte Umfassung der Obergeschosse sichtbar. Ein Eckerker im 1. Obergeschoss ist abgängig.[8]
  • Abzweig der Salzgasse
(ihr entspricht auf der gegenüberliegenden Straßenseite die Bürstergasse)
Salzgasse 2 - Zum alten Rathaus
TanzCafeé mit einer irrweisenden Beschriftung.[9]
9
Drei Fachwerkgeschosse über das gemauerte Erdgeschoss vorkragend. Wenig geneigtes Satteldach, darin Aufzugsgaube mit Spitzdach.[10]
11 - Zum Bären
vier Geschosse aus dem 15. Jahrhundert. Front gemauert mit in den OG unterschiedl. gekoppelten Fenstern.[11]
Bismarckplatz-Nummern 1/2
zwei Häuser, Giebel zum Bismarckplatz. Beachtliche Fenstergewände![12]
Datei:Altes Rathaus Lindau 2.jpg
Bismarckplatz mit Altem Rathaus
  • Ecke zum Bismarckplatz bzw. an dessen südlicher Ecke die Gasse zum Reichsplatz Bis zu dieser Ecke bzw. zur Ecke mit der Schneeberggasse vermutet Götzger aufgrund der geraden Fluchtlinien eine planmäßige Anlage der Straße/des Platzes in einer Epoche, in der sich die Stadt nach Osten ausweiten konnte.[13]
Reichsplatz/Maximiliansplatz/Bismarckplatz mit weit von der Straße zurückgesetztem Altem Rathaus (Bauzeit 1422-1436) in der Platzmitte, und dem Neuen Rathaus (17. Jhdt.) an der westlichen Seite.[14]
  • Durchgang zum Reichsplatz
(ihr entspricht auf der gegenüberliegenden Straßenseite etwa die Schneeberg-/ Storchengasse)

Die folgende Häuserzeile (vom Neuen Rathaus bis zur Hausnummer 17) wechselt ganz allmählich von der bisherigen Ost-West- zu einer stärker südwestlich orientierten Fluchtlinie.

Neues Rathaus
(1706-1717 gebaut. Dieses Haus besetzte Freiflächen auf dem dreieckig angelegten Reichsplatz um das Rathaus herum) Drei Vollgeschosse mit 7 Achsen; dreistöckiger Volutengiebel vor einem Satteldach. Es war dann bis 1926 Sitz der Stadtverwaltung. Über das Nachbarhaus im 1. OG mit dem Alten Rathaus verbunden.[15]
15 - Bäcker-Zunft
Teil von Elektro-Frey, dreistöckiger Fachwerkbau mit dem Giebel zur Dammgasse, verputzt, weiß angemalt. 8 Fenster breit (2. OG 3 Doppelfenster mit braunen Läden). Unter den drei Wappen Lindaus, des Reichsadlers und einer Zunft-Breze steht "Bäcker-Zunft 1756")
17 - Bäcker-Zunft
Teil des durchgehend gestalteten Häuserblocks Frey. Auf älteren Fotos sind unterschiedliche Geschosshöhen im 1. OG der beiden Teile erkennbar.
  • Abzweig der Krummgasse
(ihr entspricht auf der gegenüberliegenden Straßenseite die Schafgasse)
21 - Weinstube Frey, Erker im ersten Obergeschoss im zweiten Haus unter dieser Nummer.
23-25
  • Abzweig der Vorderen Metzgergasse Dammgasse,heißt sie in der Fortsetzg. jenseits der Ludwigstraße. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite hat sie keine Entsprechung.[16]
Lücke
  • Abzweig der Hinteren Metzgergasse
(ihr entsprach einmal auf der gegenüberliegenden Straßenseite die mindestens seit Beginn des 20. Jhdt. nicht mehr durchgezogene Gasse zum Oberen Schrannenplatz)
21 - 29
  • Kreuzung mit dem Inselgraben (bereits außerhalb der alten Befestigungslinie)
(ihm entspricht auf der gegenüberliegenden Straßenseite die Zeppelinstraße)
  • Übergang in den Bahnhofplatz mit der Straße zum Hafen. Hinter dem an der Bahnanlage entlang ausgerichteten Flügel der Post gibt es übrigens funktional eine Fortsetzung der Maximilianstraße: der breite Fußgängersteg über die Bahnhofsgleise zur Hinteren Insel (lange ein Kasernengelände) liegt ziemlich genau in der Achse der Maximilianstraße. Er ist die kürzeste Verbindung mit der ungefähr zeitgleich mit der Bahnanlage errichteten neuen bayerischen Kasernenanlage mit ihrer schlossartigen Fassadengestaltung.

Häuser auf der Nordseite

Die 32 Häuser auf der Nordseite der Maximilianstraße liegen also dem Festland zu und werden von der Mittagssonne voll angestrahlt. Hinweis, die auf einander folgenden geraden und ungeraden Ziffern liegen bedingt durch die Querstraßen und die Abfolge der Plätze meistens nicht synchron sondern versetzt an dem Straßenzug.

  • Abzweig der Cramergasse (es gibt historisch auch die Schreibweise Kramerg.). Sie führt vom/zum Stiftsplatz und über die Chelleallee zur Seebrücke. Am rechtwinkligen Straßenknick der Cramergasse nach Osten setzt sie sich geradeaus in der schmalen Felsgasse hinunter zum Alten Schulplatz fort.
(ihr entspricht auf der gegenüberliegenden Straßen-/Platzseite die Bindergasse)
2
fünfstöckiger Werksteinbau mit zweibogigem Laubengang und Treppengiebel, ehemaliger Giebelkran im inzwischen ausgebauten 5. OG mit abgerundetem blauen Portal und zwei runden Lichtfenstern rechts und links davon, hellgelb/beige verputzt. Die Werksteine sind ab 1.OG grau gestrichen. Im Erdgeschoß sind sie grob behauen und stehen leicht geneigt nach außen an.
Datei:GasseLindau2.JPG
Maximilianstraße Nr. 4-8
4
fünfstöckiger Fachwerkbau, 4 Fenster breit. wellenförmige Giebelgaube im 5. OG; Rauhputz, beige[17]
6 - 8
datiert 1597 bzw. 1586, massive Sockelgeschosse und zwei Fachwerkstöcke. Seit einigen Jahren ist das Fachwerk freigelegt.[18]
10 - Zum Orthaus
Gemauertes Erdgeschoss, drei Fachwerkstöcke mit etwas nach rechts aus der Mitte versetztem Erker, der die Aufzugsgaube im 4. OG einschließt.
12
Über dem gemauerten Erdgeschoss dreistöckiger Fachwerkaufbau mit z. T. überkragendem 2.+ 3. OG, je 2 dreifache Gruppenfenster. Ursprünglich wahrscheinlich zwei Häuser.[19]
  • Dazwischen in der Fassade ein mit einem Sturzbalken gedeckter Durchgang zum Zitronengässele in die Grub hinunter.[20]
14
Zwei dreistöckige Fachwerkbauten mit einer Hausnummer und mit überkragendem 1.+2. OG, rechts 2 x gekoppelte Dreierfenster. Aufzugsgaube im 3. OG. Im 4. OG Dachgaube.[21]
Bürstergasse 2
Erd- und zwei OG gemauert. Giebel mit Pultdach hin zur Bürstergasse; über 2 Etagen je zwei leicht versetzte gebundene Doppelfenster) Im 3. OG Fenster zur Maximilianstraße.
Datei:InselLindau4.JPG
Bürstergasse 1 an der Maximilianstraße
  • Abzweig der Bürstergasse
(ihr entspricht auf der gegenüberliegenden Straßen-/Platzseite die Salzgasse)

… kleiner Platz mit Kinderfest-Brunnen

Bürstergasse 3, halbseitig ausgeführter Treppengiebel
Bürstergasse 1A - Hinterhaus
Bürstergasse 1 - Zur Lugebank
Café/Bäckerei Kick, vierstöckiges Haus mit Fachwerkbau (1.+2. OG; Fenster mit profilierten Sandsteingewänden zum Teil gekuppelt (Die Arbeiten werden z. T. 15. u. 16. Jhdt. zugeschrieben). Dazu wurden vermutl. zwei Häuser verschmolzen. 3. OG und ausgebautes Dachgeschoss mit zwei Gauben Anfang 20. Jhdt.
16 - Zum Hohentwiel
Ehemals Eigentum der alten Lindauer Familie Krell.[22]

18 und Schneeberggasse 2:[23]

  • Abzweig der Schneeberggasse
(ihr entspricht auf der gegenüberliegenden Platzseite der Durchgang rechts vom Alten Rathaus zum Reichsplatz. In der Gasse auf Haus Nr. 5 Galerie ManGallery)
Datei:Einkaufsstrasse Lindau.jpg
Die Brotlaube; rechts das Bäcker-Zunfthaus
Schneeberggasse 1
[24]

22:

Zur Hoffnung
heute Hugo; Brodlaube Nr. 24 mit einem Rundbogen, beachtl. Holzportale[25]
Bäckerei Bürklin
Brodlaube, M.Str. Nr. 26 mit zwei Spitzbogen,
Wegelin zum Pflug
Schafgasse 2[26] Bei allen drei Häusern mit einem durchgängigen Laubengang gibt es zum Platz hin Treppenabgänge zu Kellern mit einem neuzeitlichen Ladeneinbau.
  • Abzweig der Schafgasse hin zum Paradiesplatz
(ihr entspricht auf der gegenüberliegenden Platzseite die Vordere Metzgergasse / Dammgasse
Datei:GasseLindau4.JPG
Maximilianstraße Nr. 32 ff
32
Dieses Haus und die folgende Häuserzeile (11 Hausnummern) wurde in einer anderen Fluchtlinie als die bisherigen errichtet. Ein deutlicher Knick nach Südwest (um 15 Grad - geschätzt). Vgl. dazu die früher unterschiedlichen Namen der Straßenteile. Das Haus entspricht im mittelalterlichen Raster eher einem eigenen Häuserblock als dem einheitlichen Haus, als das es sich heute darstellt. Nur seine viergeteilte Dachlandschaft läßt noch die ehemals getrennte Baugeschichte der ursprünglichen Bestandteile ahnen.
36 - 40
42
Inselhotel
44 - 46
die Inselapotheke als ehemals abschließendes Eckhaus
Datei:InselLindau2.JPG
Die Hauptpost von Westen betrachtet
  • Kreuzung mit der Zeppelinstraße (bereits außerhalb der alten Befestigungslinie)
(ihr entspricht auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Inselgraben)
48 - 50
  • Kreuzung mit dem Erschließungsweg für das Postamt und das ehemalige Bahn-Betriebswerk
52
Hauptpost (1902/03)

Parkplätze für Pkw

Die die Höchstparkdauer im Bereich der Maximilianstraße wurde von maximal 90 Minuten auf maximal 30 Minuten reduziert. Damit sollen in unmittelbarer Nähe zur Fußgängerzone weitere Kurzzeitparkmöglichkeiten geschaffen werden. Die Gebühr bleibt unverändert: eine halbe Stunde Parken kostet weiterhin 0,60 Euro.

Folgende Parkplätze sind davon betroffen: Parkplätze vor der Inselapotheke, Parkplätze im Bereich des Inselgrabens gegenüber Bodenseebank und die Parkplätze Maximilianstraße zwischen Zeppelinstraße und Einmündung Dammsteggasse.

Der Parkscheinautomat wurde am Mittwoch, 18. August 2012, auf die neue Höchstparkzeit umgestellt.

Literatur

  • Ludwig Armbruster: Kleinod Lindau. Biene, Lindau, 1949
  • Heinrich Götzger: Das Bürgerhaus der Stadt Lindau im Bodensee. Verlag Wasmuth, Tübingen, 1969. 118 Seiten. ASIN B0000BR92Y. Im Anhang ein Abbildungsteil (Tafel T1-T136) mit 251 s/w-Fotografien.
  • Werner Dobras, Michael Urbanzyk: Die Geschichte der Lindauer Straßennamen. Geßler, Friedrichshafen, 1979
  • Christof Spuler, Werner Dobras: Lindauer Stadt- und Kunstführer. Stadler, Konstanz, 1984, 2. Auflage. 136 Seiten. ISBN 3797700725
  • Karl Wolfart (Hrsg.): Geschichte der Stadt Lindau im Bodensee. 3 Bde., Stettner, Lindau, 1909.

Einzelnachweise

  1. Die Länge zwischen Cramergasse und Graben. Die Gesamtlänge bis zur Südwestecke von Haus 52 (Post): 270 Meter.
  2. Vgl. zu 9 bei Götzger, 1969. Seiten 48-51. Abbi. 17, 76, 102, 141/142
  3. Vgl. zu 9 -15 bei Götzger, 1969. Seite 48
  4. Vgl. Spuler/Dobras, 1984, S. 41
  5. Vgl. zu Bindergasse 2, M.Str. 1 u. 3 bei Götzger, 1969. Seite 54. Auch Abbi. 16 T12
  6. Vgl. zu 5 bei Götzger, 1969. Seite 54
  7. Vgl. zu 5 bei Götzger, 1969. Seite 55. Abbi. des Erkers T74/129. Ebenfalls zu Haus Nr. 7.
  8. Vgl. zu Salzgasse 1, M.Str. 7 bei Götzger, 1969. Seite 56
  9. Vgl. bei Götzger, 1969. Seite 56
  10. Vgl. bei Götzger, 1969. Seite 57 u. 58. Abbi. 12.
  11. Vgl. bei Götzger, 1969. Seite 57 u. 59 u. 62/63. Abbi. 12.
  12. Vgl. bei Götzger, 1969. Seite 65. Abbi. 8.
  13. Götzger, 1969. Seite 20f
  14. Vgl. zu ersterem bei Götzger, 1969. Seiten 66-69. Dort werden fortlaufende Renovierungen und Umbauten genannt. Hervorzuheben die durch Thiersch von 1885/87 und 1951 mit dem Einbau des Stadtarchivs im Erdgeschoss.
  15. Vgl. Spuler/Dobras, 1984, S. 36
  16. Vgl. zu Nr. 2 bis 16 bei Götzger, 1969. Seite 70 u. 71
  17. Vgl. bei Götzger, 1969. Seite 62/63, Grundrisse
  18. Vgl. für Nr. 2 bis Nr. 8 bei Götzger, 1969. Seite 45
  19. Vgl. bei Götzger, 1969. Seite 47
  20. Vgl. bei Götzger, 1969. Seite 46 u. 47
  21. Vgl. bei Götzger, 1969. Seite 44.
  22. Vgl. von Bü.gasse 3 bis hier bei Götzger, 1969. Seite 41
  23. Vgl. bei Götzger, 1969. Seite 40
  24. Vgl. bei Götzger, 1969. Seiten 37-40
  25. Vgl. bei Götzger, 1969. Seite 36, Abbi. 101, 218, 219.
  26. Vgl. bei Götzger, 1969. Seite 36 u. 39

Weblinks


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