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Appenzell Innerrhoden

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Der Kanton Appenzell Innerrhoden, amtlich Eidgenössischer Stand Appenzell Innerrhoden, ist ein deutschsprachiger Kanton im Nordosten der Schweiz. Der Hauptort/Kantonshauptstadt ist Appenzell.

Inhaltsverzeichnis

Karte des Kantons Appenzell Innerrhoden

Geographie

Appenzell Innerrhoden ist mit rund 15'800 Einwohnern der Schweizer Kanton mit der niedrigsten Einwohnerzahl und nach Basel-Stadt der Kanton mit der zweitkleinsten Fläche. Im Kanton werden 56,0 Prozent der Gesamtfläche als landwirtschaftliche Flächen genutzt.[1]

Lage des Kantons

Der Kanton Appenzell Innerrhoden grenzt an den Kanton Appenzell Ausserrhoden und ist im Übrigen vom Kanton St. Gallen umgeben. Höchster Berg ist der Säntis (Vorlage:Höhe) im Alpstein, auf dem sich die Grenzen der drei Kantone Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden und St. Gallen treffen.

Städte und Gemeinden des Kantons Appenzell Innerrhoden

Bezirke

Kanton Appenzell Innerrhoden
Bezirke des Kantons Appenzell Innerrhoden

Die Bezirke sind die unterste Verwaltungseinheit im Kanton Appenzell Innerrhoden. Sie haben eine ähnliche Funktion wie die Gemeinden anderer Kantone. Sie werden in letzter Zeit daher in Statistiken usw. häufig auch als Gemeinden bezeichnet. Die Bezirke entstanden 1872 aus den ehemaligen Rhoden.

Nachfolgend aufgelistet sind alle Bezirke (Orte):

Da sich verschiedene Bezirke das Dorf Appenzell (Appenzell, Schwende und Rüte) aufteilen, wurde schon im 16. Jahrhundert für gemeindeübergreifende Aufgaben (wie Baupolizei, Feuerwehr oder Wasser- und Energieversorgung) eigens eine Spezialgemeinde gegründet, die Feuerschaugemeinde, welches das Dorf Appenzell mit seinen Aussenquartieren umfasst. Schwende und Rüte teilen sich auch das Dorf Weissbad.

Die Bezeichnung für einen Bezirkspräsidenten ist Bezirkshauptmann, der Stellvertreter wird als Stillstehender Bezirkshauptmann bezeichnet. Die Hauptmänner haben ähnliche Funktionen wie Gemeindepräsidenten anderer Kantone.

Es gab Pläne für eine Reform, wonach der ganze Kanton Appenzell Innerrhoden bis auf Oberegg zu einem Bezirk zusammengeschlossen werden soll, während Oberegg weiterhin einen Bezirk darstellt. Die Strukturreform des Grossen Rates wurde an der Landsgemeinde von den Stimmberechtigten am 29. April 2012 abgelehnt. Freiwillige Fusionen einzelner Bezirke bleiben aber möglich.[2]

Das Bundesamt für Statistik führt den gesamten Kanton bereits als einen Bezirk unter der BFS-Nr. 1600.


Geschichte

Der Kanton Appenzell Innerrhoden bildete vor der Gegenreformation zusammen mit dem Kanton Appenzell Ausserrhoden den Kanton Appenzell. Im Jahr 1597 hat Appenzell sich friedlich in zwei Halbkantone geteilt (Landteilung), in das reformiert-protestantische Appenzell Ausserrhoden und das katholisch gebliebene Appenzell Innerrhoden. Diese sind im Schweizer Ständerat mit jeweils nur einem statt mit zwei Sitzen vertreten. Sonst sind die Halbkantone vollkommen eigenständige Kantone, wie die anderen Kantone der Schweiz auch.

Appenzell Innerrhoden war nach einem Bundesgerichtsentscheid vom 27. November 1990 der letzte Schweizer Kanton, der das 1971 auf eidgenössischer Ebene beschlossene Frauenstimmrecht gegen den Willen der (männlichen) Stimmbürger auch auf kantonaler Ebene einführen musste.

Bräuche

Die Bauern bringen ihre Kühe im Frühling auf die Alp zur Sömmerung und holen diese im Herbst wieder ab. Dabei werden häufig die Trachten angezogen und die Bauern werden von Appenzeller Blässen (Appenzeller Sennenhunden) begleitet.


Filme

Quelle: YouTube Quelle: YouTube
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Literatur

  • Rainald Fischer: Die Kunstdenkmäler des Kantons Appenzell Innerrhoden. Birkhäuser AG, Basel 1984, ISBN 3-7643-1629-2. (Die Kunstdenkmäler der Schweiz, Band 74.) S. 1–128.
  1. Quelle: Statistik für die EUREGIO-Bodensee. In: Aufgelistet! Die zehn Landkreise der Bodenseeregion, … In: Südkurier vom 25. Februar 2011 und in: Ders. vom 2. Juli 2011
  2. NZZ Online, Innerrhoder Landsgemeinde lehnt Bezirksfusion ab abgerufen am 29. April 2012

Quellen und Verweise



Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Kanton_Appenzell_Innerrhoden aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.





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