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Lindauer Bahnhöfe (Planungen)

Aus Bürgerwiki Bodensee

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Die Pläne sind da! August 2012.

Der bisherige Lindauer Hauptbahnhof (HBhf) ist der Inselbahnhof. Die Lindauer diskutieren seit Monaten über Bundesbahn- und andere Pläne für die Bahnanbindung der Stadt und über den Erhalt des Anschlusses an das bundesweite Bahnstreckennetz.

Die Bahn will jetzt (Sommer 2012) doch zwei Bahnhöfe in Lindau betreiben bzw. errichten, nämlich den verändert genutzten Inselbahnhof und den neuen Reutiner Bahnhof. Jedenfalls zeigt sie dafür Pläne. Dabei sollen sowohl auf der Insel als auch in Reutin beachtlich viele Flächen freiwerden, auf denen Wohnhäuser, Bürogebäude oder anderes Gewerbe und Grünflächen entstehen könnten. Auf der Insel also neue hafennahe Wohnparks und in Reutin etwas Manhattan-haftes vielleicht? Vergleiche Artikel Reutiner Bahnhof.


Bisher konnten sich viele Lindauer nicht vorstellen, was die Bahn-Manager meinen, bzw. eigentlich wollen. Nun wird es um Einiges deutlicher. Sie schreiben "Flächenfreimachung" und meinen mögliche Gewinne durch Immobiliengeschäfte. Die Bahn ist dann in Lindau nicht mehr nur ein Verkehrsunternehmen sondern tritt auch als Besitzer großer, sehr günstig liegender Bauflächen und einiger Gebäude (teilweise Abriss möglich) auf.

Die neuen Haltepunkte/Bahnhöfe (??) haben mit der Funktion und Größe der bisherigen Bahnhöfe nur noch den ungefähren Standort gemeinsam. Deshalb werden sie zur Unterscheidung vom Ist-Zustand hier "Neuer Inselbahnhof" und "Neuer Bahnhof Reutin" genannt.

Inhaltsverzeichnis

Neuer Inselbahnhof

geplante Veränderungen:

  • 8 Gleise (1 x 100 m, 7 x 210 m, d. h. die erforderlichen Weichen liegen südl. der heutigen Thierschbrücke)
  • 6 Bahnsteigkanten (= 3 Bahnsteige )
  • davon Gleis 1 gekürzt
  • keine Mauer mehr bei Gleis 1 (offene Platzsituation)
  • Wegfall des Bahnstegs hinter dem Postgebäude (siehe Fußweg)
  • Erhalt von 4 Postgleisen (Weiche nordwestl. der Thierschbrücke)
  • Plaza vor EG (EG = Empfangsgebäude, der bisherige Bahnhof; d. h. der Abfertigungsbetrieb findet nicht mehr zwangsläufig im Bhf. statt sondern könnte auch mit Automaten auf den Bahnsteigen erfolgen)
  • EG frei für neuen Nutzungskonzepte (inkl. einer mögl. Anmietung von Räumen durch die Bahn; d. h. hier wird eine Immobilie zum Verkauf frei)
  • Fußweg mit Notüberfahrt (etwa am östl. Ende des Omnibusplatz beim Bhf. Das heißt, hier könnte eine zunächst nicht ständige Straße/Zufahrt für die neuen Gebäude entstehen, die die Bahnsteigen noch stärker vom Empfangsgebäude trennt. Jetzt heißt es noch Notüberfahrt)
  • Verlagerung der Zug-Abstellung und Zug-Tankstelle nach Reutin
  • "Freimachung der Grundstücke direkt am See" ( = Verkauf der bisherigen Betriebsflächen Wartepoitionen, Tankstelle, Reinigung, Werkstatt)


Betroffen sind neben dem Bhf.gebäude auch die ehemaligen Werkstattgebäude am Südwesteck der Fläche.

Nicht betroffen: die so genannte Eilguthalle, da sie zum Hafenbetrieb gehört. Der "Uferweg", ein beliebter Spazierweg zur Hinteren Insel (im Eigentum ??).


Noch nachzuprüfen ist, ob es Unterschiede in den Plänen im Web und denen in der Zeitung vom 4.8. gibt?

Neuer Bahnhof Reutin

geplante Veränderungen:

  • Geplant ist zur Zeit eine Nordlage des Bhf.gebäudes, also auf der Seite der Bregenzer Straße (alternativ** wäre ja eine Südlage hin zur Ladestraße)
  • Funktionen des des Bhf.gebäudes am Berliner Platz: ……Lücke……
  • Konzentration auf 8 Achsen
  • Aufgabe von ca. 8 - 10 Gleisen des früheren Güterbahnhofs und der Pkw-Verladung inkl. aller Gebäude
  • bis zu 4 Bahnsteigkanten (= 1 Bahnsteig, denn 1 Bahnsteigkante ist am Gebäude eingezeichnet )
  • Teilüberdachter Bahnsteig
  • Bahnsteg mit Aufzügen (also keine Tunnel; d.h. auch, dass der Steg nicht Richtung Seeufer durchgezogen wird.)
  • Neubau der Zug-Abstellung und der Zug-Tankstelle (das ergibt die restlichen vier eingezeichneten Gleise neben den beiden Durchfahrtsgleisen)
  • "Freimachung der Grundstücke direkt am See" ( = Verkauf der bisherigen Betriebsflächen an wen ? Bebauung? )
  • "Freimachung der Fläche der Ladestraße und deren Begleitflächen" ( = Verkauf an wen ? Bebauung? )
  • "Freimachung der Grundstücke direkt an der Bregenzer Straße" ( = Verkauf der bisherigen Bahngebäude )

Keine Aussagen: Art der Bebauung und Erschließung der neuen Fläche. Nur dass die Erschließung von Osten von der Kamelbuckel-Brücke her erfolgen soll. Die Ladestraßen-Fläche könnte demnach überbaut werden.


Nicht betroffen: die beiden ebenerdigen Bahnübergänge der Strecke zur Insel. Keine Aussage zur Querung der Laufeggengasse in Richtung Äschach.

Der Uferweg zum Schwimmbad Eichwald.

Alternative Südlage

Die ** Alternative Südlage eines künftigen Bhf. Reutin wird von der Bahn erst gar nicht vorgestellt. Dadurch würden auf der Nordseite an der Bregenzer Straße beachtliche Fläche frei werden und könnten anders geplant werden.

Bürgerentscheide und Stadtrat

Am 25. Oktober 2011
stimmte der Lindauer Stadtrat in einer öffentlichen Sitzung mit 20:10 für diese so genannte „Kombilösung“. Diese ermöglicht den Erhalt des Lindauer Hauptbahnhofs auf der Insel und darüber hinaus soll eine, auch fernverkehrstaugliche, Bahnstation in Reutin errichtet werden. In einer weiteren Abstimmung wurde ein Bürgerentscheid mit 19:11 Stimmen beschlossen.
Der erste Bürgerentscheid
am 11. Dezember 2011 durchgeführt und bei einer Wahlbeteiligung von 40,86 % stimmten 61,03 % für die Kombilösung sowie 38,97 % dagegen.

Die Bürgeriniative „Pro Reutin“, mit dem ehemaligen CSU-Oberbürgermeisterkandidat Rainer Rothfuß als Vorsitzenden, forderte einen weiteren Bürgerentscheid. Ihrer Meinung nach sollte auch über eine Lösung „Hauptbahnhof in Reutin mit eingleisiger Inselanbindung“ abgestimmt werden.

Zweiter Bürgerentscheid
Diese Abstimmung fand am 18. März 2012 statt. Von 19.239 Abstimmungsberechtigten stimmten 8.446 (43,97 %) ab. Davon sprachen sich 4.487 (53,13 %) für und 3.959 (46,87 %) gegen den Vorschlag aus. Damit war zum einen das gesetzliche Quorum erfüllt, das Votum für einen Hauptbahnhof in Reutin somit für den Stadtrat bindend und das Ergebnis des vorherigen Bürgerentscheids hinfällig.
Dritter Bürgerentscheid
darin… stimmten die Lindauer Bürger am 22. Juli 2012 darüber ab, wie der Ersatz der Bahnübergänge Langenweg und Bregenzer Straße gebaut werden soll. Eine Bürgerinitiative forderte, dass die Stadt sich im Planfeststellungsverfahren für eine Brückenlösung einsetzen soll. Ein Ratsbegehren forderte dagegen Unterführungen. [16] Beide Begehren scheiterten, bei einer Wahlbeteiligung von 26,6%, am notwendigen Quorum. Das Ergebnis, bei dem sich die Bürger mit 67,0 zu 33,0% für das Ratsbegehren aussprachen und das Bürgerbegehren mit 48,7 zu 51,3% ablehnten, ist somit für den Stadtrat nicht bindend.

Mitteilungen der Bahn und Reaktionen im Stadtrat, Sept. 2012

Axel Boss von der Bahntochter DB Netz 20.9.12 im Stadtrat

  • Lärmschutz für Aeschach baut die Bahn auch ohne zweigleisigen Ausbau der Aeschacher Kurve gleichzeitig mit der Elektrifizierung der Strecke von München nach Reutin.
  • Kein zweites Gleis in der Aeschacher Kurve
  • Inselbahnhof: die Bahn kann die Gleise noch weiter verkürzen als sie das bereits im Juli angekündigt hatte. Damit wird für Fußgänger und Radfahrer eine direkte Verbindung von der Altstadt auf die Hintere Insel möglich
  • Den Bahndamm zur Insel will die Bahn AG für das Zwei-Bahnhofs-Konzept so sanieren, dass dort auf der Seeseite ein zusätzlicher Radweg entstehen kann.

Jürgen T. Widmer beschreibt die Debatte im Stadtrat so: "Am Ende sind sich alle Stadträte einig gewesen: Sie stimmten dem Vorschlag von Bahn und Verwaltung zur Weiterentwicklung der Bahnanlagen zu. Allerdings ist diese Zustimmung von drei Faktoren abhängig. Erstens müssen die Verkehrsprobleme am Berliner Platz gelöst sein. Zudem muss ein angemessener Lärmschutz in der Aeschacher Kurve gewährleistet sein. Außerdem folgten die Räte einem Antrag von Uwe Birk (SPD), dass die Bahn die Gleise auf der Insel so weit verkürzen muss, wie es technisch möglich ist." (LZ 21.9.)

All das läuft auf ein Ende des Hauptbahnhofs auf der Insel hinaus: es soll dort nur noch einen Haltepunkt geben. Die weitere Nutzung des Hauptbahnhofgebäudes bleibt im Unklaren.


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Wird es am Ende das geben?

Wenn die Fahrpläne erfüllen, was die Planer so alles für möglich halten, dann werden fast alle Nahverkehrszüge sowohl auf der Insel als auch in Reutin halten. Und Reutin wird zum Lindauer Hauptbahnhof, weil dort auch die Eurocity München-Bregenz-Zürich halten, so dass ein problemloses Ein-, Aus- oder Umsteigen möglich ist.

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Ziele, Wünsche der Bahn (DB AG)

Siehe auch


Weblinks





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