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Kloster Hofen

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Das Kloster Hofen, auch bekannt als Schloss Friedrichshafen, ist ein ehemaliges Benediktinerkloster am Bodensee auf dem Gebiet der heutigen Stadt Friedrichshafen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das Kloster Hofen wurde um 1085 von der Gemahlin des Grafen Otto I. von Buchhorn, Berta, als Benediktinerinnenkloster gegründet. Die benachbarte Pfarrkirche St. Andreas und Pantaleon der Grafen von Buchhorn wurde dem Kloster unterstellt. Das 1089 erstmals erwähnte Benediktinerinnen-Kloster Hofen war eine Stiftung der Gräfin Bertha von Buchhorn. Es befand sich im Areal des Buchhorner Grafensitzes, an der Stelle des heutigen Schlosses. Nach dem Tod des Grafen Otto II. 1089 fielen die Hausgüter und mit ihnen das Kloster Hofen an Herzog Welf IV., der es um 1101 seinem Hauskloster, dem Kloster Weingarten, welches einen Propst zu seiner Leitung entsandte. 1215 wurde die Kirche neu erbaut. Im 13. Jahrhundert erhielt das Kloster nach dem benachbarten Weiler den Namen Kloster Hofen. Der Klosterbezirk unterstand - gemeinsam mit dem gleichnamigen Dorf - der Gerichtsbarkeit des Schenken von Schmalegg-Ittendorf.

Nachdem das Kloster im späten Mittelalter versucht hatte, selbständig zu werden, erhob der Abt von Weingarten Einspruch, klagte die Schwestern schlechter Verwaltung an und ließ das Kloster 1419 aufheben. Der Besitz des Klosters, zwei Dörfer und einige Streugüter, wurden fortan von einem Propst als Propstei verwaltet. 1524 wurde Kloster Hofen durch Überlingen an die Stadt Buchhorn verkauft, die es 1548 wiederum an das Kloster Weingarten veräußerte. Bis 1594 residierte aber noch ein Weingartner Mönch als Propst in Hofen.

Im Lauf des Dreißigjährigen Krieges wurden die Klostergebäude im Jahr 1634 von den Schweden niedergebrannt und zerstört. Danach wurde der Klosterbetrieb wiederbelebt. 1654-1661 entstand an der Stelle dieser zerstörten Propstei unter Leitung von Michael Beer ein "Neuer Bau" für die Verwaltung der Klostergüter. 1695-1701 wurde unter Leitung von Christian Thumb ein stattlicher Konventbau und eine prächtige Kirche errichtet und mit Stuckarbeiten von Vater und Sohn Schmuzer ausgestattet. So gab es eine wesentlich größere Klosteranlage die nach der Einweihung 1702 von einem Männerkonvent als Priorat Hofen bezogen wurde.

1802 fiel das Priorat mit Weingarten an den Fürsten von Oranien-Nassau, der es sogleich aufheben ließ. 1803 wurde das Reichskloster Weingarten säkularisiert und kam an Oranien-Nassau, gemeinsam mit Kloster und Dorf Hofen. 1804 wurde es durch Österreich eingezogen und im Frieden von Pressburg durch Napoleon 1806 an Württemberg überschrieben.

Das Dorf Hofen wurde 1810/11 mit der Stadt Buchhorn zur Stadt Friedrichshafen vereinigt. Die Klosteranlage wurde der württembergischen Hofdomänenkammer zugeteilt, die Kirche der neu gegründeten evangelischen Kirchengemeinde Friedrichshafen zur Verfügung gestellt. Die Klosteranlage wurde ab 1824 zur Sommerresidenz für die Könige von Württemberg umgebaut. Aus der barocken Klosteranlage wurde das Schloss Friedrichshafen des Hauses Württemberg. Die ehemalige Klosterkirche wird seit 1812 als Pfarrkirche der Evangelischen Kirchengemeinde Friedrichshafen genutzt.

Neuzeit

Seither wird das Kloster Hofen als Schloss Friedrichshafen, die Kirche als Schlosskirche bezeichnet. Bis heute wird es durch das Haus Württemberg als Privatbesitz verwaltet.

Filme

Quelle: YouTube/SteinDrSolido Quelle: YouTube/SteinDrSolido

Literatur

Quellen und Verweise


Literatur

  • Stadt Friedrichshafen (Hrsg.): Geschichtspfad Friedrichshafen - Ein historischer Führer, Friedrichshafen 2001, ISBN 3895493015.

Quellen und Verweise




Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Kloster_Hofen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Hofen_(Friedrichshafen)#Geschichte aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.





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