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Heiligenberg

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Inhaltsverzeichnis

Heiligenberg

Heiligenberg ist eine Gemeinde im baden-württembergischen Bodenseekreis in Deutschland.

Geographie

Lage

Heiligenberg liegt im oberen Linzgau, etwa vier Kilometer nördlich von Salem und befindet sich direkt an einer eiszeitlichen Moränenkante, welche den um bis zu 400 Meter höhergelegenen oberen zum unteren Linzgau abgrenzt. Aufgrund seiner Lage bietet Heiligenberg dem Besucher einen außergewöhnlichen Panoramablick auf den Bodensee und die Alpen und gilt daher auch als „Aussichtsterrasse des Bodensees“.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde hat die Ortsteile Betenbrunn, Echbeck, Röhrenbach, Oberrehna, Unterrehna, Wintersulgen, Hattenweiler und Steigen.

Klima

Bedingt durch die Höhe, welche im Gemeindegebiet zwischen 700 und über 800 Meter liegt, herrscht hier bereits Mittelgebirgsklima, welches einen markanten Kontrast zum milden Bodenseeklima des unteren Linzgaus darstellt. Im Sommer gibt es daher im Gegensatz zum Bodenseegebiet weniger schwüle Tage und im Winter sind hier die Schneemengen deutlich höher, weshalb in Heiligenberg und Umgebung auch Wintersport betrieben werden kann. Durch diese Bedingungen hat Heiligenberg ein Heilklima.

Amalienhöhe

Oberhalb des Hauptortes liegt die sogenannte Amalienhöhe (788,2 m), deren sieben, 1843 gepflanzten Linden die Kinder des damaligen Fürstenpaares Karl Egon II. und Amalie repräsentieren sollten.

Geschichte

Auf Teilen des Gemeindegebietes wurden Besiedelungsspuren aus der Steinzeit gefunden. Christianisiert wurde das Dorf um 600 durch St. Gallus. Es ist unklar, ob der Name Heiligenberg aus dieser Zeit stammt oder schon in vorchristlicher Zeit eine lokale Kultstätte bezeichnete.

Im Jahre 1083 wurde der Ort als Mons Sanctus erstmals urkundlich erwähnt. Im 13. Jahrhundert errichteten die Linzgauer Landgrafen hier eine Burg, die dann Sitz der Grafen von Heiligenberg bzw. Werdenberg-Heiligenberg war.

Diese ging 1535 in den Besitz des Fürstenhauses Fürstenberg über und wurde zum prachtvollen Schloss Heiligenberg umgebaut. Es ist bis heute im Besitz dieser Familie. Heiligenberg ist Sommersitz des Oberhaupts der Familie zu Fürstenberg.[1] Auf Heiligenberger Gemarkung befindet sich der außerdem der Burgrest Alt-Heiligenberg.

Während des Zweiten Weltkriegs stürzte am 18. März 1944 beim „Winkelhof“ von Betenbrunn[2] ein Consolidated B-24-Bomber („Liberator“) der USAAF ab, nachdem er über Friedrichshafen getroffen worden war.[3][4] Vier Mann der zehnköpfigen Besatzung konnten sich durch Fallschirmabsprünge retten.[5]

Die heutige Gemeinde wurde am 1. Januar 1975 durch Vereinigung der Gemeinden Hattenweiler, Heiligenberg und Wintersulgen neu gebildet.

Filme

Quelle: YouTube Quelle: YouTube
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Literatur

  • Theodor Martin: Heiligenberg im Jahre 1891. In: Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung. 21. Jg. 1892, S. 214–217. (Digitalisat)
  • Theodor Martin: Heiligenberg im Jahre 1892. In: Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung. 22. Jg. 1893, S. 123–125. (Digitalisat)
  • Harald Derschka: Fundmünzen aus der Kapelle St. Wendelin auf dem Ramsberg, Gemeinde Heiligenberg, Bodenseekreis. In: Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung. 119. Jg. 2001, S. 185–188 (Digitalisat)

Verweise und Quellen

  1. Wilhelm Leberer: Gute Luft auf über 700 Metern Höhe. In: Südkurier. 21. Mai 2010.
  2. Theo Wieland: Zeitreise zurück in die Nacht des 18. März 1944. Absturz eines B-24-Bombers vor 65 Jahren: Großneffe eines Besatzungsmitglieds besucht Gedenkstätte in Heiligenberg. In: Südkurier. 30. Dezember 2009.
  3. Otmar Gotterbarm: Luftkrieg am Bodensee. Der Bomberabsturz von Heiligenberg-Wintersulgen vom 18. März 1944. In: Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung. 129. Jg. 2011, S. 291 (Digitalisat)
  4. Otmar Gotterbarm: Als die Feinde vom Himmel fielen: Der 18. März 1944 zwischen Federsee und Alb. 1. Auflage. Zeitgut Verlag, 2003, ISBN 3-933336-50-3.
  5. Cornelia Hoyer: Nur vier Soldaten kehrten heim. In: Südkurier. 24. Juli 2009.


Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Heiligenberg_(Bodenseekreis) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.





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