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Eisenbahn in der Region

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Die Entwicklung der Eisenbahn in der Region

Inhaltsverzeichnis

Gesellschaften

  • württemb. Bodenseegürtelbahn
  • österr. Strecke von Bregenz nach Bludenz


Geschichtsdaten

ab 1839

1839 - Plan zur Einführung einer Eisenbahn mit Pferdebetrieb von Friedrichshafen nach Ulm.


1842 - Eingabe einer Denkschrift über die Friedrichshafener - Ulmer Eisenbahn.


1843:

  • Ankündigung des Baues von Eisenbahnen im Königreich Württember auf Staatskosten.
  • der bayerische Landtag stimmte dem Entschluss des Königs zum Streckenbau nach Lindau zu. 1848 gab es noch einen Rückschlag, als der Abschnitt Oberstaufen - Lindau wegen zu großer Geländeschwierigkeiten wieder aufgegeben wurde. Erst 1851 beschloss die bayerische Regierung den Bahnbau nach Lindau. In diesem Jahr fiel auch die Entscheidung, den Bahnhof auf der Insel und nicht auf dem Festland zu errichten.


1845 - Eröffnung der ersten Eisenbahn in Württemberg von Cannstatt nach Untertürkheim.

1845 - Eingabe zur Erbauung einer Eisenbahn von Friedrichshafen nach Ulm.

1847

  • 08. November 1847 - Eröffnung der ersten Eisenbahnstrecke am Bodensee von Ravensburg nach Friedrichshafen. >> Details


1848 - Eröffnung der Königlichen Eisenbahnwerkstätten in Friedrichshafen.

ab 1850

1850:

  • Eröffnung des ersten Hafenbahnhofs am Hafen in Friedrichshafen.
  • 7. Juli 1850 - Eröffnung der durchgehenden Eisenbahnverbindung von Friedrichshafen nach Heilbronn.
  • Lindau: Der erste Bahnhof wurde aus Geldmangel aus Backstein errichtet. Unmittelbar vor dem Damm zum Festland wurde zum Schutz vor feindlichen Truppen noch ein Dammtor errichtet. Es wurde 1872 wieder abgetragen.


Lindau: Am 12. Oktober 1853 wurde zwar die neue Strecke eröffnet. Da es beim Bau des Dammes zum Festland Probleme gegeben hatte, konnte der Eröffnungszug aber nur bis Lindau-Aeschach fahren. Die Eröffnung des Bodenseedammes sowie der gesamten Ludwig-Süd-Nord-Bahn von Hof nach Lindau erfolgte 1854.


1854 - Verstaatlichung der Württembergischen Bodensee-Dampfschifffahrtsgesellschaft Friedrichshafen.


Die erste Bahnhofanlage in St. Gallen geht auf die Jahre 1853–1856 zurück.


1865 - Erster Staatsvertrag zwischen dem Königreich Württemberg und dem Großherzogtum Baden über die Erbauung der Bodenseegürtelbahn.


1866 - Neuer Fusionsvertrag zwischen der Schweizerische Nordostbahn und der Königlichen Württembergischen Staatseisenbahn.


1869 wurde der Trajektverkehr zwischen Lindau und der Schweiz aufgenommen (Schiffstransport beladener Eisenbahnwagen).


05. Juni 1875 - Staatsvertrag zum Bau der Bodenseegürtelbahn von Markdorf nach Friedrichshafen.


1884 nahm die Arlbergbahn ihren Betrieb auf, 1892 war auch die Bodensee-Gürtelbahn nach Friedrichshafen fertiggestellt. In deren Folge erhielt der Damm in Lindau zwischen Bodensee und kleinen See ein zweites Gleis.


1885, Friedrichshafen: Baubeginn des zweiten Hafenbahnhofs.

ab 1890

20. Januar 1896 - Staatsvertrag zwischen Württemberg und Bayern zum Bau einer Bahnverbindung zwischen Friedrichshafen und der Landesgrenze bei Lindau.


11. November 1897 - Dritter Staatsvertrag wegen der Herstellung einer Eisenbahnverbindung von Überlingen nach Friedrichshafen.


1898 - Pläne für die Erbauung einer Eisenbahnlinie von Mengen, über Ostrach und Wilhelmsdorf nach Friedrichshafen.


1899 - Eröffnung der Bodenseegürtelbahn bis zur bayerisch-württembergischen Landesgrenze gegen Lindau.

  • Mai 1899 - Erweiterungsbauten am Stadtbahnhof und den Lokomotivwerkstätten.
  • 12. Oktober 1899 - Versuchsfahrten mit einem Elektrotriebwagen zwischen Friedrichshafen und Ravensburg.


1901 - Erweiterung des ältesten Bahnhofgebäude am Bodensee in Friedrichshafen durch zwei Seitenflügel.

  • 01. Oktober 1901 - Eröffnung der Bodensee-Gürtelbahn in Friedrichshafen.


Lindau: Die Zeit um die Jahrhundertwende brachte den aufblühenden Fremdenverkehr. Der alte Bahnhof genügte den Anforderungen bald nicht mehr.


April 1903 - Gründung des Vereins württembergischer Lokomotivbeamter mit Sterbekasse.


Juni 1904 - Zehnte Zusammenkunft der Verkehrs- und Zollbeamten der Bodensee-Uferstaaten in Friedrichshafen.


1907 wurde mit dem Bau eines neuen, nun 30 ha großen und rund 3 Millionen Reichsmark teuren Güterbahnhofes in Reutin begonnen. Arbeiter der Baufirma Wayß & Freitag baggerten aus dem See rund 170.000 Kubikmeter Geröll, um die Fläche auffüllen und planieren zu können. Das neue Güterabfertigungsgebäude an der heutigen bahneigenen „Ladestraße“ mit seinen 312 Metern Länge ruht auf einer pfahlfundierten Betonplatte.

Datei:LiBerliner Platz.jpg
Der Berliner Platz vor dem Bhf. Reutin

ab 1910

Lindau, 18. Nov. 1911: Da inzwischen auch der Güterverkehr wieder stark gestiegen war, wurde 1911 in Lindau-Reutin ein bayerisch-österreichischer Gemeinschaftsbahnhof fertiggestellt. „Das neue Betriebs-Hauptgebäude in Lindau-Reutin wird ab Samstag, den 18. dieses Monats vormittags 9.15 in Betrieb genommen. Als erster Zug für die Abfertigung im neuen Gebäude kommt Personenzug 35 (Lindau-Reutin an 11.05, ab 11.07) in Betracht.“


1913 erreichten die Reutiner die Eröffnung eines Güter-Anschlussgleises bis nach Rickenbach.


Lindau: 1913 wurde mit dem Bau des neuen Inselbahnhofs begonnen. Durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde der Bau verzögert, so dass die alte hölzerne Bahnhofshalle erst 1922 abgerissen wurde. (Im damals errichteten Zustand präsentiert sich das einst prunkvolle neue Bahnhofsgebäude auch heute noch nahezu unverändert.)


27. August 1919 - Genehmigung zum Bau der Teuringertalbahn von Friedrichshafen nach Hefigkofen.


1922 - Eröffnung der Teuringertalbahn zwischen Friedrichshafen und Oberteuringen.


1924 - Erste Versuchsfahrten mit dem ersten EVA/Wismar-Maybach - Dieseltriebwagen.


01. Juli 1929 - Erweiterung der Eisenbahntrajektfähre nach Romanshorn zur Autofähre.

ab 1930

06. Oktober 1930 - Eröffnung des neuen Güterbahnhofs Friedrichshafen an der Löwentaler Straße.


1932 - Erprobungsfahrten des Schnelltriebwagen" Fliegender Hamburger" zwischen Friedrichshafen und Ulm.


07. März 1933, Friedrichshafen: Eröffnung des neuen, dritten Hafenbahnhofes und Umgestaltung des Trajektanlegers für die mit Dieselmotoren betriebenen Trajektfähren.


1938 wurde der Trajektverkehr von Lindau aus eingestellt, da sich nach dem Anschluss Österreichs ans Deutsche Reich der Transport per Bahn über Bregenz und St. Margrethen als günstiger erwies.


1940 - Inbetriebnahme der so genannten Mussolinibahn (Gleisdreieck in FN, dadurch konnten Züge von der Südbahn direkt weiter zur Bodenseegürtelbahn Richtung Lindau ohne Lokomotivenwechsel fahren. Weidemann, >> Details)


1943 - Verstaatlichung der privaten Teuringertalbahngesellschaft.

ab 1945

1945:

  • Lindau, 1945: Den Zweiten Weltkrieg überstanden die Bahnanlagen auf der Insel unbeschadet, während der Bahnhof Lindau-Reutin schwer beschädigt wurde.
  • 1945 marschierten französische Truppen in Lindau ein und übernahmen die Bahnverwaltung von Offenburg und Karlsruhe aus, die zunächst ausschließlich für Leistungen der Besatzungsmacht reserviert war. Das angrenzende Allgäu wurde von amerikanischen Truppen besetzt, so dass unweit der Stadt eine Zonengrenze entstand. Zu dieser Zeit verkehrten die Züge hauptsächlich innerhalb der französischen Zone auf der Bodensee-Gürtelbahn in den ebenfalls französisch besetzten Westen Österreichs.
  • 08. September 1945 - Erste Personenzüge fahren nach dem Zweiten Weltkrieg wieder durch Friedrichshafen.


1949 gab es wieder erste D-Züge München-Lindau i.B.


1950, Friedrichshafen: Einstellung der Mussolinibahnlinie und Abbau des Gleiskörpers.


1953 wurden die frz. Zonengrenzen aufgehoben und der Zugverkehr in der Region konnte sich normalisieren.


1954 wurde der elektrische Betrieb zwischen Lindau und Bregenz aufgenommen, nachdem alle anderen Vorarlberger Strecken schon jahrelang elektrifiziert waren. In den Bahnhöfen Lindau und Lindau-Reutin wurden aber nur die unbedingt für den ÖBB-Betrieb nötigen Gleise überspannt.


Lindau: 1958/59 wurden die alten Trajektanlagen abgebrochen und der Bahnhof erhielt die bis heute unveränderten Gleisanlagen.


1960 - Stilllegung der Teuringertalbahn wegen Unrentabilität.


Lindau: In den sechziger Jahren war das Bw Lindau (Betriebswerk) das Auslauf-BW für die berühmte bayerische S 3/6, die - nicht nur - aus bayerischer Sicht schönste Dampflok der Welt.


Lindau: Am 1. September 1965 kam das entgültige Aus für die 18 622, die letzte Vertreterin ihrer Gattung. In dieser Zeit des Überganges von der Dampf- zur Dieseltraktion waren zahlreiche interessante Baureihen in Lindau stationiert, unter anderem 01, 184-6, 3810-40, 39, und 50. Im Jahr 1969 kam dann das Ende der Dampfloktraktion in Lindau, alle verbliebenen Maschinen wurden nach Kempten verlegt. In Lindau waren lediglich noch Rangierloks.

ab 1970

Lindau: 1978 wurde der Ringlokschuppen im BW am Hauptbhf abgebrochen und die Drehscheibe abgebaut, das Gelände wurde der Stadt Lindau verkauft.


Bf. Reutin: Noch 1979 wurden durch die 72 dort Beschäftigten rund 60 000 Tonnen Güter verladen und knapp 50 000 Waggons abgefertigt.


Lindau: Am 1. Januar 1983 hörte das Bw Lindau als eigenständige Dienststelle auf zu bestehen, fortan war es Außenstelle des Bw Kempten. 


1980 endete in Li-Reutin die Personenbeförderung und 1988 der dortige Rangierbetrieb und Güter-Stückguttransport.

ab 1990

1993 - Die private Bodensee-Oberschwaben-Bahn (BOB) nimmt ihren Betrieb von Friedrichshafen nach Ravensburg auf.


Lindau: Das Gelände des Rangierbahnhofs in Lindau-Reutin wird von der Bahn kaum mehr genutzt, der ganze Ablaufberg ist komplett überwachsen, der Ringlokschuppen ist teilweise schon eingestürzt und wird gerade abgebrochen. Der große Güterschuppen wird hauptsächlich von Speditionen als Lagerraum verwendet.


Lindau: Bereits 2002 war der Stand folgender: Die DB wird auf dem Gelände des Rangierbahnhofs Lindau-Reutin einen Durchgangsbahnhof errichten. Auf der Insel wird nur eine Haltestelle für Regionalzüge verbleiben. Das Bahnhofsgebäude selbst steht unter Denkmalschutz und wird daher, egal mit welcher Nutzung, erhalten bleiben.


2006, Bf. Reutin: den Autotransport (Verladung in der Ladestraße) eingestellt.

ab 2012

.........

Strecken

Die Ludwig-Süd-Nord-Bahn wurde zwischen 1843 und 1854 von den Königlich Bayerischen Staats-Eisenbahnen als erste Staatsbahnstrecke (nach den bis dahin privaten Bahnstrecken) gebaut und abschnittweise in Betrieb genommen. Die München-Augsburger Eisenbahn-Gesellschaft und ihre Strecke war seinerzeit die zweite private Eisenbahngesellschaft in Bayern, gebaut von 1838 bis 1840. Der Streckenname der Süd-Nord-Bahn wurde nach König Ludwig I. gewählt.

Die Strecke führt von Lindau aus gesehen über Kempten, Augsburg, Nördlingen, Nürnberg, Bamberg bis nach Hof. Dort schliesst sich die Strecke der Sächsisch-Bayrischen Eisenbahn Gesellschaft nach Norden an. Kurz vor Lindau gab es später auch eine Verbindung zur Württembergischen Staatsbahn (Bodenseegürtelbahn).

Eisenbahn, Begriffsdefinitionen, Allgemeines

Bei Wikipedia wird der generelle "Eisenbahn-Artikel" so vorgestellt:

"Die Eisenbahn ist ein schienengebundenes Verkehrsmittel für den Personenverkehr und zum Transport von Gütern. Mit Eisenbahn wird übergeordnet auch das schienengebundene Verkehrssystem bezeichnet und vor allem mit Bahnbetrieb und Bahnanlagen verknüpft.

Ursprünglich war der Begriff zur Kennzeichnung des seinerzeit neuartigen Fahrweges aus Eisen gebräuchlich. Er dehnte sich auf Eisenbahnfahrzeuge und das Verkehrsmittel und weiter auf das Verkehrssystem aus.

Die Eisenbahn entstand zu Anfang des 19. Jahrhunderts aus der Verknüpfung des bereits jahrhundertealten Rad-Schiene-Systems mit maschinellen Antrieben (vorher: z. B: Pferde, Seilwinden). Das Gewicht der Maschinenantriebe und die Anforderungen an einen glatten Fahrweg führten zunächst zu eisenbeschlagenen Bohlenspurwegen, später zum Einsatz von auf Steinblöcken montierten Schienen aus Eisen, die später aus Gründen der Spurstabilität auf quergelegten Schwellen aus Holz montiert wurden. Daraus leitet sich auch der Name „eiserne Bahn“ ab.

Der allgemeinere Begriff Bahn bezeichnet also zunächst den Fahrweg oder die Linie, auf dem / der ein Objekt bewegt wird (oder sich bewegt). Erhalten ist diese Bedeutungsfacette noch in den Begriffen Fahrbahn, Autobahn, Flugbahn oder Start- und Landebahn. Der Begriff Eisenbahn ist somit die Präzisierung einer besonderen Art von Fahrweg. Erst davon abgeleitet wird das Wort Eisenbahn für das ganze Verkehrsmittel, mithin Fahrweg und Fahrzeuge, benutzt.


Heutige Fahrzeuge der Eisenbahnen fahren mit zumeist stählernen Rädern auf stählernen Schienen und werden dabei durch das spezielle Profil der Räder sowie Spurkränze in der Spur gehalten."[1]

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Geschichte der Eisenbahn Geschichte_der_Eisenbahn Geschichte der Eisenbahn aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Geschichte der Eisenbahn&action=history Liste der Autoren verfügbar.


Weblinks, Literatur

  • G. von Morlok: Die Königliche Württembergische Staatseisenbahnen, Rückschau, 1835 - 1889, 1890 (Nachdruck 1996)
  • NN: Erinnerungen an die Schwäbische Eisenbahn. Bundesbahndirektion, Stuttgart 1978.
  • Kleine Lindauer Bahnhofschronologie 1991 - 2001 (zur Neuplanung; PDF-Datei von bahnhof-lindau.de)
  1. Wikipedia (Stand vom 22. August 2012)




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