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5. Schluss

Aus Bürgerwiki Bodensee

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So lässt sich die Reise der Schweizer Kinder ohne weiteres mit dem Titel eines von mir zu Recherchearbeiten genutzten Buches beschreiben: „Das Wunder einer Reise“. Dies würden sowohl die kleinen Häflerinnen und Häfler sagen, die für einen Tag die Sorgen des Alltags, welche immer mit den Folgen des Krieges verbunden waren, vergessen konnten, als auch die Schweizer Gastfamilien die mit Hilfe der Kinder neues Vertrauen in „die von da drüben“ fanden. So hatte der von den Geistlichen in Arbon, Friedrichshafen und Rorschach organisierte Ausflug zu Schiff nicht nur die vorgesehene Funktion der Verpflegung und Erholung der unterernährten und vom Krieg gezeichneten Kinder erfüllt, sondern baute zum Erstaunen vieler die verbliebenen Vorbehalte zwischen den Völkern ab.

Weiterhin konnten in dieser Seminararbeit nicht nur die Hintergründe, der Ablauf und die möglichen Vorbehalte auf Schweizer Seite gegen das „Projekt“ Schweizer Kinderschiffe aufgearbeitet werden, sondern auch Menschen, wie der ehemaligen Stadtpfarrer Schmid, der französischen Militärgouverneur Albert Merglen oder der Pfarrer von Arbon Fritz Rohrer den Leserinnen und Lesern in Erinnerung gerufen werden, wodurch ihre Taten, denen bis heute von Friedrichshafener Seite Dank gebührt, eine weitere Würdigung entgegenkommt.

Doch auch heute noch können bedürftige Friedrichshafener Bürger auf Unterstützung durch karitative Organisationen in ihrer Notsituation bauen. Aber auch diese Hilfe muss finanziert werden. Dieser Aufgabe widmet sich das Marinefliegergeschwader 3 „Graf Zeppelin“. Die Soldaten dieser norddeutschen Spezialeinheit spenden ihren Erlös aus dem jährlichen Verkauf von norddeutschen Spezialitäten an ihrem Stand während des Seehasenfestes solchen karitativen Organisationen. Hierbei handelt es sich meist um einen vierstelligen Betrag den der Kommodore des Marinefliegergeschwaders seit nunmehr 25 Jahren für den guten Zweck spendet [1].

Abschließend lässt sich sagen, dass sich die Grenzhilfe der Schweizer Kinderschiffe nicht nur in die Reihe der Hilfen für Friedrichshafen einreiht, sondern eine besondere Stellung einnimmt. Schließlich kann es keineswegs als selbstverständlich angesehen werden, wenn das Schicksal einer schwer getroffenen Gesellschaft und ihrem schwächsten Glied den Kindern, nicht nur die eigene, am Boden liegende Bevölkerung berührt, sondern auch die vormals bedrohten Nachbarn dringend benötigte Hilfe anbieten. Dass diese Hilfe sogar der[ Selbsthilfe, dem Abbau von Vorbehalten und Widerständen gegenüber dem Nachbarn diente, wurde den Schweizern erst später klar. Dies ist jedoch ohne Frage ein vollkommen gerechter Lohn für die aufopferungsvolle Arbeit des kleinen Alpenvolkes.

Quellen und Verweise

  1. Schwäbische Zeitung am Mittwoch, den 8. Dezember 2010: Marineflieger überbringen 2000 Euro



Beitrag des Graf Zeppelin Gymnasiums: Schweizer Kinderschiffe





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